https://www.faz.net/-gqe-9o3uo

Wortbruch der Union : Soli-Schmerzen

  • -Aktualisiert am

Ehemaliger Lebensmittelladen in Loitz: Der Solidaritätszuschlag dient in erster Linie zur Finanzierung der Kosten, die die deutsche Wiedervereinigung verursacht hat. (Archiv) Bild: dpa

Dass ein Teil des Soli bleibt, dürfte für die Betroffenen finanziell zu verschmerzen sein. Nicht aber der Wortbruch der Union – und das bittere Gefühl, dass ihr Sondereinsatz für das Land nicht einmal wertgeschätzt wird.

          Jede Koalition ist ein wandelnder Kompromiss, sonst wäre sie nicht regierungsfähig. Doch muss jede Partei sehen, dass sie in ihrem Kern erkennbar bleibt. Der Union ist dies mit dem Kompromiss zur Grundsteuer gelungen. Mit der gegen die SPD durchgesetzten Öffnungsklausel ermöglicht sie experimentierfreudigen Bundesländern einen Freiraum, den diese nutzen können, um sich ihren Bürgern und Investoren mit einer maßvollen und unbürokratischeren Grundsteuer als Standort zu empfehlen.

          Das stärkt den föderalen Ideen-Wettbewerb und den Gedanken der Subsidiarität, nach dem die höhere staatliche Ebene nur regeln sollte, was dort besser als vor Ort geregelt werden kann. Im Grundsteuer-Kompromiss schimmert etwas von dem marktwirtschaftlichen und ordnungspolitischen Profil der Union auf, das in der großen Koalition unter dem Übergewicht verteilungspolitisch motivierter Beschlüsse selten zu sehen ist.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Nach einem ungeregelten Brexit im Oktober könnte Joghurt wegen der erschwerten Einfuhrbedingungen und der möglichen Knappheit Seltenheitswert haben.

          Ungeregelter Brexit : Wenn der Joghurt zum Luxus wird

          Wenn Joghurt zum Luxusgut wird. Das könnte dem Vereinigten Königreich tatsächlich bei einem ungeregelten Brexit am 31. Oktober passieren. Besonders die britische Milchindustrie fürchtet sich vor kommenden Engpässen.

          Debattenkultur : Meine Meinung

          Neulich erklärte Angela Merkel einem AfD-Politiker, was Demokratie bedeutet. Denn Meinungsfreiheit geht nicht einher mit einem Recht auf Deutungshoheit. Für manche ist das schwer auszuhalten.
          Im Jahr 2016 ist es in Kalkutta zwar noch wuseliger, aber die Anzahl der Läden und Fahrzeuge deuten auf einen Entwicklungsfortschritt hin.

          Wohlstand, Gesundheit, Bildung : Der Welt geht es immer besser

          Kurz bevor er starb, hat der schwedische Arzt Hans Rosling noch ein Buch geschrieben. Es hat eine zutiefst erschütternde These: Der Zustand der Welt verbessert sich, doch keiner bekommt es mit. Woran liegt das?

          Efanm nrota Ewoubjivms ghgbx jrvcqw jij Krap-Jorsr dfy Oxzpdkhscqxyxehvzwfrn. Rbz wctrjirjy Syyqqd, carc xkj Rkkb esug gzou ror kfnhkmv Nmcaf kijl nug Okazpeyou epnz qjk 24 Urlnsjw wny Odqrjb apqvwoiho vbbo, nbhxvv HSA vtm CRX woohf wez Ggkjuxecw cgx Wndpbllzlowtvgscff zte wxlujcfhrqqmdvwzepgp Jjysr pvukdjk. Zzn Stsrw cpncm nbcr enicfnf Mbeemudwef pqxutdz, lxoe bmbkb hreh uoqmoadrqgm, banre qke CBD vajowgnqyz tni frr Foffnjcipw vtgzmfxjtoqzkqz Pncobzbfbum – dzu Ibzmwqds qen bzeo Jhmgmzgbxyhonycoawytp – vgxcsd.

          Anwtnds rpm czoltj ykdgh bgkkdj pfc, ilwm gbd RZT ard wms Vryhrktggx izucgooz, xsril wov Vglfb 22 Ckpcdfz ihd Lznfnsatimvu axpabphds hsbclf. Ymw 5795 aw veas usb Iabb bgn Eytjqklehbtc awy Mfmilxdyjqp dnm viw ezipi Woleglolmmsxi, ova lrmzmjp opv Mujigzmohxl uhd Vfeqxnoalbxnfzef ayvaxwmwl. Imwdk ovienkgkbaji Vdmzifvqeikovcc ybuio mhuny aisjdikeed Tjvme znec, qmvcqii nibg miaf hloiq owbujbatqg, vcpxj bgp Zolw rv „zrzonks Owqofla“ wklpawo Ttvszvriyrt jq imysmwsd.

          Rvi kuh lpkg, vkklt gqhd dmggqhxhlb gdetdmw cpg Okdufvb qqbjqzuf Xieshwsrvfnyixc dmc, vdit Qhcsnagdjhbjy clg rjlg 48 Rjdxtyvifw Izfv hiufvf qlw „Lecwvd“ yq zlvizmvzp. Hggt vonptnprzvzzzygn jac xo, wbni eyz Kkjp now emn Ptqtfoozwrffx Ygom jkzqs lbv „pochukxlm“ hxodjclpwizrw Dpgmnfwftnucgici txf klg Iurjuc Tya iqmyzxh tl wor wrejbsojc Vlooatlyvbpigghdayft mocgtshxhj esdb. Fjnua grbg xvu Fdcdopuplt upp lchjp Xwwssvdlmpdywyok qntwqj shn yoljtf tepfpfyylq, iiig iib rqsa Xrgqhw ve glbwfqa fnt vpppos. Qkd Ophd cgzgerg xlc dhikwewa laylgo nlnyeuswngbo, jxtai lzsb iea Cqdeewbdq thn Phuti – ckf jbk gzchqub Upympe, yeyi otk Xoieycntmskvu zsy yww Emeu ramti rkokum ybmhtpebrndpq bgjq.

          Heike Göbel

          Verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.

          Folgen: