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Solarenergie nutzen : Mini-Kraftwerk für den Balkon

Ein paar Nummern kleiner: Solarpanele gibt es nicht mehr nur in großer Ausführung für das Dach, sondern auch als Miniversion für den Balkon oder die Terrasse. Bild: dpa

Nicht nur Eigenheimbesitzer, auch Mieter können mit kleinen Solaranlagen die eigenen Stromkosten drücken. Die Kalkulation ist aber nicht ganz einfach. Und auch die Vorschriften sind mitunter verwirrend.

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          Wer an Solarenergie denkt, dem fällt wohl als Erstes die große Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des selbstgebauten Eigenheims ein. Eine Domäne von Gutverdienern, der soliden Mittelschicht auf dem Land und in den Speckgürteln der Großstädte – schon lange ein vertrautes Bild. Photovoltaik-Kleinstanlagen dagegen, auch Stecker-Solargeräte oder Plug-and-Play-Solaranlagen genannt, haben es noch nicht zu großer Bekanntheit gebracht. Sie können zwar auch auf dem Dach montiert werden, finden aber ebenso Platz neben der Topfpflanze auf dem Balkon der Mietwohnung. Sie seien dafür gedacht, „dass Privatpersonen sie selbst anbringen, anschließen und direkt nutzen“, heißt es auf der Website der Verbraucherzentrale. Doch ganz so einfach ist es in der Praxis nicht.

          Jannik Waidner
          Redakteur in der Wirtschaft

          Rein theoretisch ließe sich so eine Anlage per einfachem Schuko-Stecker an den privaten Stromkreis anschließen. Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie, ein von Wissenschaftlern gegründeter Verbraucherverband, hält weder eine Fachinstallation noch eine Sondersteckdose für notwendig. Aber nicht jeder Netzbetreiber sieht das genauso – und auch eine Richtlinie der Europäischen Union sieht eine Fachinstallation vor. Dieselbe Richtlinie betrachtet wiederum die Stecker-Solaranlagen als „nicht regelungsbedürftig“. Doch die Netzbetreiber und die Bundesnetzagentur verlangen, dass man sich jeweils bei ihnen anmeldet. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, dem nachzukommen. Nach Ansicht der Sonnenenergie-Gesellschaft ist mindestens die behördliche Anmeldung eigentlich überflüssig. Dieses ganze Durcheinander hat jedenfalls dazu geführt, dass viel Unsicherheit herrscht und die Balkonkraftwerke ihren Durchbruch noch nicht geschafft haben.

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