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Software : Microsoft will keine Dividende zahlen

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Microsoft hat ein Vermögen von 40 Milliarden Dollar gehortet. Seit der Aktienkurs sinkt, fordern immer mehr Aktionäre eine Beteiligung am Gewinn.

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          Microsoft gehört zu den reichsten und profitabelsten Unternehmen der Welt. Das Bar-Vermögen des Softwarekonzerns aus Redmond wird auf 40 Milliarden Dollar beziffert. Dennoch verweigert Microsoft seinen Aktionären in schöner Regelmäßigkeit die Zahlung einer Dividende.

          Das ist auch in diesem Jahr nicht anders. Auch wenn immer mehr Aktionäre angesichts der mäßigen Kursentwicklung die Zahlung einer Dividende fordern, lehnt die Konzernspitze ebendies ab. Der Gerichtsentscheid im Kartellverfahren sei zwar positiv für Microsoft, dennoch stünden weitere juristische Auseinandersetzungen bevor. Aus diesem Grund sei es derzeit nicht angemessen, eine Langzeitverpflichtung wie eine Dividendenzahlung einzugehen, begründete Finanzvorstand John Connors die Haltung des Konzerns auf der diesjährigen Hauptversammlung am Dienstag.

          Aktien verkaufen

          Das sahen die anwesenden Aktionäre anders. „Wenn Microsoft keine Dividende zahlt, dann kann man mit der Aktie nur Geld machen, indem man sie verkauft“, drohte ein Anteilseigner den anwesenden Bossen wie Chairman Bill Gates, Connors oder CEO Steve Ballmer. „Wir brauchen einen Grund, die Aktie zu halten.“ In diesem Jahr hat die Aktie etwa 16 Prozent an Wert verloren, seit ihrem Höchststand im Dezember 1999 sogar über 53 Prozent.

          Allerdings zeigten einige Aktionäre durchaus Verständnis für die Argumentationslinie des Vorstands. „Die brauchen viel Bargeld für weitere Gerichtsverfahren“, sagte einer. Dass diese einen zweistelligen Milliardenbetrag in Anspruch nehmen werden, ist jedoch kaum zu erwarten.

          Steuern sparen

          Microsoft ist nicht der einzige Technologiekonzern, der noch nie eine Dividende gezahlt hat. Auch klangvolle Namen wie Cisco oder Oracle halten wenig von der Ausschüttung von Gewinnen an die Anteilseigner. Auf der anderen Seite zahlt ein Technologiekonzern wie der weltgrößte Chiphersteller Intel schon seit 1992 regelmäßig eine Dividende.

          In der Vergangenheit wurde die Verweigerung einer Dividende zumeist damit legitimiert, dass die ansehnliche Kursentwicklung mehr als ausreichend Grund für eine Investition in die Aktie biete. Ein weiterer Grund dürfte jedoch die Vermeidung von Steuerzahlungen sein. So müsste allein Bill Gates, der 11,6 Prozent der Aktien hält, etwa 4,8 Millionen Dollar Steuern zahlen, würde Microsoft eine Dividende von zwei Cents ausschütten.

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