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Software-Fehler : Corona-Hilfsgeld gibt es schon wieder in Dollar

Dieser Juwelier in Köln hat sein Geschäft aufgegeben. Bild: dpa

Die Bundesregierung bekommt einen kleinen Fehler im System nicht in den Griff: Wieder erhalten Unternehmen das Hilfsgeld teilweise in Dollar.

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          Es ist nur eine kuriose Peinlichkeit in der Software und könnte einen harmlosen Anlass für allerlei Witze bieten – aber das Wirtschaftsministerium von Peter Altmaier (CDU) bekommt sie offensichtlich nicht in den Griff. Kurz vor Weihnachten stellte sich heraus, dass die Bundesregierung Bescheide über Corona-Hilfsgelder in Dollar verschickte. Damals hieß es aus der Bundesregierung, es sei in wenigen Fällen ein Fehler bei der Softwareaktualisierung aufgetreten. Der angegebene Betrag stimme aber, alle Betroffenen bekämen einen korrigierten Bescheid.

          Patrick Bernau

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Am Donnerstag tauchten zumindest in Nordrhein-Westfalen schon wieder zwei Bescheide in Dollar auf. Dieses Mal ging es um Abschlagszahlungen für die neue Dezemberhilfe. Wieder waren die Beträge an sich korrekt, das Währungssymbol stand allerdings in Dollar, auch das Datum war in den E-Mails in amerikanischer Reihenfolge geschrieben.

          Dabei klagen viele Betriebe immer noch darüber, dass die Hilfszahlungen für Ladenschließungen im Lockdown erst spät ankommen; so mancher Unternehmer sorgt sich, dass ihm das Geld ausgeht. Viele Unternehmer bemängeln beispielsweise, dass die Überbrückungshilfe III, die für die Zeit seit Dezember gelten soll und auch einigen Betrieben hilft, die von der November- und Dezemberhilfe nicht erfasst wurden, lange nicht beantragt werden konnte. Erst am Freitag hatte die Bundesregierung erste Abschlagszahlungen auf den Weg gebracht.

          „Nach dem schon holprigen Start der Übergangshilfe III ist das für uns nicht optimal“, sagte Hilmar Speck, Vizepräsident der Steuerberaterkammer Sachsen-Anhalt, der F.A.S.

          Das Wirtschaftsministerium teilte der F.A.S. auf Anfrage mit, in diesen Fällen seien - wie schon im Dezember - die Zahlen korrekt gewesen, nur das Währungssymbol sei falsch. Die Antragsteller würden informiert und erhielten umgehend eine korrigierte Version mit dem richtigen Währungskennzeichen.

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