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Software : Algorithmen unter uns

Mit Hilfe mathematischer Formeln berechnen Algorithmen viele Aspekte des menschlichen Lebens. Als Software-Programme bergen sie aber auch Gefahren. Bild: dpa

Lebenswichtige Entscheidungen treffen immer häufiger Software-Programme, dabei sind diese oft so voreingenommen wie ihre Programmierer. Der Gesetzgeber sollte nicht tatenlos zusehen.

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          Die Computersprache ist voller Wörter, die viele verwenden, aber wenige genau definieren können. Algorithmus ist so ein harmloser Begriff. Sehr allgemein ist ein Algorithmus eine Kette von Anweisungen, die dem Computer sagen, wie er nackte Daten in verwertbare Informationen umwandeln soll. Diese Informationen wiederum helfen entweder Menschen bei Entscheidungen, sie steuern Maschinen, oder sie füttern andere Algorithmen. Algorithmen können trainiert werden und helfen beispielsweise Radiologen dabei, auf Computertomografie-Scans Lungenkrebs zu finden.

          Winand von Petersdorff-Campen
          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          Der Ausgangspunkt des Mediziners Ziad Obermeyer war deshalb nicht ohne Grund, dass Algorithmen hilfreich und gut sind. Anders als Menschen sind sie nicht voreingenommen und bergen deshalb das Potential, die Qualität von Entscheidungen zu verbessern. Dann aber stieß der Professor für Gesundheitspolitik an der Berkeley-Universität auf ein weiter verbreitetes Softwareprogramm an amerikanischen Krankenhäusern. Es regelte die Zuteilung von medizinischen Leistungen an Hochrisikopatienten. Obermeyer und seine Kollegen fanden heraus, dass das Programm Weißen systematisch den Vorzug vor Schwarzen gab. Es blieb ein Rätsel, bis die Forscher den Algorithmus genauer studierten.

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