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Neuer Riesenfonds : 108 Milliarden Dollar für aufstrebende Tech-Unternehmen

  • Aktualisiert am

Softbank-Gründer Masayoshi Son gilt als einflussreichster Investor in der Digitalbranche Bild: Reuters

Der japanische Investor Softbank legt nach: Der zweite Technologiefonds soll sogar noch größer werden als der erste.

          Das japanische Konglomerat Softbank will einen Rekordbetrag von Geldgebern einsammeln, um in aufstrebende Digitalunternehmen zu investieren. Softbank-Gründer Masayoshi Son hat einen Plan vorgelegt, der mit 108 Milliarden Dollar noch größer ist als der erste Softbank-Fonds, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

          Son gilt als einflussreichster Tech-Investor. Die Softbank-Gruppe will sich an ihrem zweiten Fonds mit 38 Milliarden Dollar selbst beteiligen und dadurch eine stärkere Kontrolle über die Investitionen ausüben. Bei der Veröffentlichung der Pläne am Freitag nicht erwähnt wurde Saudi Arabiens Staatsfonds, der mit 45 Milliarden Dollar bereits größter Investor des ersten Softbank-Fonds ist. Das Königreich ist nach dem Mord an einem Journalisten stark ins Zwielicht geraten.

          Stattdessen teilte Softbank mit, Geld bei den Internetkonzernen Apple und Microsoft einsammeln zu wollen. Auch der Apple-Zulieferer Foxconn soll sich beteiligten, ebenso der Staatsfonds Kasachstans. Auch japanische Finanzunternehmen wollen mit an Bord kommen.

          Damit nicht genug: Son kündigte an, etwa alle zwei bis drei Jahre einen Fonds ähnlich gigantischen Umfangs auflegen zu wollen. Damit will er in Geschäftsmodelle rund um Künstliche Intelligenz oder Autonomes Fahren investieren.

          Bereits investiert ist Softbank unter anderem beim Kommunikationsdienst Slack, beim Büroanbieter Wework oder bei den Taxi-Konkurrenten Uber und Didi. Auch die Hauptversammlung des deutschen Zahlungsabwicklers Wirecard hat im Juni einer Investition von Softbank in Form einer Wandelschuldverschreibung zugestimmt.

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