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Deutsche Kritik an „Social Freezing“ : „Wir mischen uns nicht in die Familienplanung ein“

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Einfriermaschine mit Gewebeproben in einer Frauenklinik Bild: dpa

Facebook und Apple wollen Mitarbeiterinnen in Amerika das Einfrieren von Eizellen bezahlen. In Deutschland reagieren Arbeitgeber und Gewerkschaften mit Skepsis.

          Deutsche Arbeitgeber und Gewerkschaften blicken skeptisch auf das Angebot der amerikanischen Konzerne Facebook und Apple, ihren Mitarbeiterinnen auf Wunsch das Einfrieren ihrer Eizellen zu finanzieren. Hierzulande mischten sich die Arbeitgeber „nicht in die Familienplanung von Arbeitnehmern ein“, sagte ein Sprecher der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände der „Süddeutschen Zeitung“ vom Donnerstag. Beim Kinderwunsch handele es sich um eine persönliche Entscheidung. Der Arbeitgeber nehme darauf keinen Einfluss.

          Auch die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Elke Hannack, äußerte sich ablehnend. „Familienpolitik sieht für uns anders aus“, sagte sie dem Blatt. Ein Angebot wie das der beiden amerikanischen Konzerne könne Arbeitnehmerinnen die Entscheidung für oder gegen Kinder schwer machen und ihnen „vorgaukeln, sie könne auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben werden“. Notwendig sei stattdessen, dass Arbeitgeber flexible Arbeitszeitmodelle anböten. Auch der BDA-Sprecher erklärte, es sei Ziel der Unternehmen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch familienfreundliche Angebote zu verbessern.

          Facebook hat unlängst angefangen, seinen Mitarbeiterinnen die Kosten für das Einfrieren von Eizellen zu bezahlen, Apple will dies in Kürze tun. Dieses sogenannte „Social Freezing“ ist eine immer beliebtere Methode unter Frauen, um ihre Fruchtbarkeit auf dem aktuellen Stand zu konservieren und das Ticken der biologischen Uhr zu stoppen.

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          Es ist ein Trend, der dadurch befeuert wird, dass Frauen sich mit dem Kinderkriegen immer mehr Zeit lassen. Der Haken daran ist, dass Qualität und Quantität der Eizellen abnehmen, je älter Frauen werden, und damit auch die Chancen, schwanger zu werden und eine komplikationsfreie Schwangerschaft zu haben. Schon ab 35 Jahren lässt die Fruchtbarkeit deutlich nach. Das Konservieren von Eizellen in jüngeren Jahren entfernt das größte biologische Hindernis für eine Schwangerschaft zu einem späteren Zeitpunkt. Die Kosten für das Einfrieren sind nicht unerheblich: Die Prozedur schlägt in New York mit gut und gerne 10.000 Dollar (knapp 8000 Euro) zu Buche.

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