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Trumps Steuerreform : Milliardengewinne – Milliardenverluste

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Donal Trump unterschreibt die Steuerreform. Bild: dpa

Die Steuerreform von Donald Trump wälzt Unternehmensbilanzen um. Auf lange Sicht können die Firmen profitieren – kurzfristig leiden aber einige Unternehmen heftig.

          Mit seiner umfassenden Steuerreform hat der amerikanische Präsident Donald Trump ein Kernstück seiner politischen Agenda umgesetzt. Er verspricht sich davon zusätzliche Milliarden-Investitionen und Millionen neue Jobs. Wie sich die Reform unter dem Strich auf die in den Vereinigten Staaten tätigen deutschen Unternehmen und ihre Konkurrenten auswirkt, ist im Detail noch nicht ganz klar. Es gibt aber kaum ein Unternehmen, das in seinen Quartalsbilanzen nicht auf Effekte durch die Steuerreform verweist – zuletzt die Deutsche Bank, bei der die Effekte dazu beigetragen haben, dass aus einem Vorsteuer-Gewinn ein Nachsteuer-Verlust wurde. „Zum Thema amerikanische Steuern sehen wir ein gemischtes Bild. Unsere deutschen Unternehmen sind teilweise positiv betroffen und teilweise negativ betroffen“, sagt Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries.

          Der Kern der amerikanischen Steuerreform ist die Senkung des Körperschaftssteuersatzes auf 21 von 35 Prozent. Es gibt aber auch neue Regeln für Abschreibungen, Verlustvorträge und die steuerliche Behandlung von konzerninternen Zahlungen zwischen den Vereinigten Staaten und Auslandsgesellschaften. Die Auswirkungen auf die Konzernbilanzen sind daher durchaus unterschiedlich, das gilt für die kurze und lange Frist. Es folgt eine Übersicht über die Effekte und welche Unternehmen davon betroffen sind.

          Verlustvorträge sind weniger wert – hohe Abschreibungen

          Da die Steuerlast geringer wird, nimmt auch der Wert von Verlustvorträgen ab – das sind in den Vorjahren angefallene Verluste, die steuerlich geltend gemacht werden können. Viele Unternehmen müssen deshalb Abschreibungen vornehmen. Das trifft insbesondere die Banken, die während der Finanzkrise hohe Verluste angehäuft haben. Die Citigroup musste mit 19 Milliarden Dollar in der Branche am meisten auf ihre Verlustvorträge abschreiben und rutschte deswegen im vierten Quartal tief in die roten Zahlen. Rivalen wie die Bank of America, Morgan Stanley, JP Morgan oder die Schweizer Großbank UBS mussten ebenfalls Milliarden-Belastungen verbuchen.

          DT. BANK

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          Die Deutsche Bank schrieb eben 1,4 Milliarden Euro auf Verlustvorträge ab, weshalb sie 2017 unter dem Strich abermals rote Zahlen schrieb. Der Industriekonzern Thyssenkrupp muss für das vergangene Quartal Wertberichtigungen von rund 100 Millionen Dollar vornehmen. Danach profitiere der Konzern, der mit Aufzügen, Autoteilen und dem Werkstoffhandel vor Ort ist, von den niedrigeren Steuern. Heidelberger Druck bezifferte den negativen Effekt auf 25 Millionen Euro. Wichtig ist jedoch, dass es eine einmalige Belastung ist, die in der Bilanz verbucht werden muss, aber keine Auswirkungen auf das Geschäft hat.

          Auslandsvermögen muss versteuert werden

          Ein weiteres Element der Steuerreform ist, dass amerikanische Unternehmen Vermögen, das bei Tochtergesellschaften im Ausland liegt, nun versteuern müssen, wenn auch zu einem relativ niedrigen Satz. Bisher wurden Auslandsgewinne nur besteuert, wenn sie in die Vereinigten Staaten flossen, dann allerdings mit 35 Prozent. Das führte dazu, das amerikanische Konzerne – vor allem aus der Technologiebranche – im Ausland insgesamt mehr als drei Billionen Dollar horteten. Nun fällt auf diese Gewinne eine Einmal-Steuer von 15,5 oder acht Prozent an, je nach dem, wie leicht das Vermögen zu Geld zu machen ist. Wegen dieser Änderung muss etwa der iPhone-Hersteller Apple, der mit 252 Milliarden Dollar mehr Barvermögen im Ausland als jedes andere amerikanische Unternehmen hat, 38 Milliarden Dollar Steuern zahlen. Bei Microsoft fiel im vierten Quartal unter anderem deshalb eine einmalige Steuerbelastung von 13,8 Milliarden Dollar an, beim Chipriesen Intel 5,4 Milliarden Dollar, bei Ebay 1,9 Milliarden Dollar.

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