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Eurostat : So unterschiedlich sind die Arbeitskosten in der EU

  • Aktualisiert am

34,10 Euro kostet eine Stunde Arbeit in Deutschland. Bild: dpa

Auch wenn sich die Kosten langsam annähern: Arbeit in Bulgarien ist sieben Mal günstiger als in Deutschland. Unsere Karte zeigt einen Überblick über alle Länder der Europäischen Union.

          Arbeit in Deutschland hat sich 2017 stärker verteuert als in der gesamten EU. Die Kosten je Stunde stiegen um 2,6 Prozent, während es in den 28 Ländern der Europäischen Union (EU) durchschnittlich ein Plus von 2,3 Prozent gab, wie das Statistikamt Eurostat am Montag mitteilte. Die Kosten der Arbeitgeber pro Stunde - also Löhne und Gehälter plus Nebenkosten wie Sozialbeiträge - lagen in Deutschland bei 34,10 Euro und in der EU bei 26,80 Euro.

          Die Bundesrepublik rangiert damit auf Rang sieben hinter Dänemark (42,50 Euro), Belgien (39,60), Luxemburg (37,60) und Schweden (36,60). Die niedrigsten Kosten in der Wirtschaft (ohne Landwirtschaft und öffentliche Verwaltung) gab es in Bulgarien (4,90 Euro), Rumänien (6,30), Litauen (8,00), Lettland (8,10), Ungarn (9,10) und Polen (9,40).

          Vergleichsweise teuer zu stehen kommt Arbeitgebern eine Stunde in Industriebetrieben mit mindestens zehn Beschäftigten: Hier zahlen sie EU-weit 27,40 Euro. In Deutschland kostet dies 40,20 Euro - nur in Belgien und Dänemark ist es mit jeweils knapp 45 Euro noch teurer. Für Dienstleistungen müssen die Arbeitgeber in Deutschland 31,50 Euro berappen - in der EU sind es 26,60 Euro.

          Steigende Gehälter und Lohnnebenkosten machen Beschäftigung aus der Sicht der Firmen teurer. Steigen die Arbeitskosten schneller als die Produktivität, neigen Unternehmen dazu, Jobs abzubauen und stattdessen mehr Kapital einzusetzen. Sie investieren dann etwa in Automatisierung. Steigende Gehälter sind indes auch Ausdruck der weiterhin guten Konjunktur und wirtschaftlichen Stärke hierzulande.

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