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Homeschooling wegen Corona : Mathematik am Küchentisch

Digitales Homeschooling gibt es in Deutschland nicht flächendeckend. Bild: EPA

Elf Millionen Schüler werden plötzlich zu Hause unterrichtet. Das klappt erstaunlich gut, sogar an einer Brennpunktschule. Aber wie lange?

          5 Min.

          Charity hat ihre Schulaufgaben für heute abgeschlossen. „Am Anfang fand ich das frühe Aufstehen doof“, sagt sie und seufzt. Immerhin sprach anfangs jeder von „Corona-Ferien“ und in den Ferien darf jeder schlafen so lange er will. Aber die Ferien beginnen erst an diesem Wochenende. Davor stand die Schularbeit, Charity lernte zu Hause. Jeden Morgen um 9 Uhr meldete sie sich in der Klassengruppe auf Whatsapp, tauschte sich aus und erhielt ihre Aufgaben für den Tag. Bis 13 Uhr mindestens war dann ein Lehrer für sie und ihre Fragen immer erreichbar. Schnell war auch das frühe Aufstehen kein Problem mehr.

          Anna Steiner

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Elf Millionen Schüler sind in Deutschland seit Wochen ungeplant zu Hause. Das ist eine große Herausforderung – für Schulen, Lehrer, Eltern, vor allem aber für die Schüler selbst. Allein die Beaufsichtigung der Kinder ist für Eltern, die arbeiten müssen, schwierig. Und dann sollen die Kinder auch noch lernen. Wohlgemerkt ohne direkte pädagogische Betreuung durch einen Lehrer. Dass das trotz aller Schwierigkeiten funktionieren kann, zeigt die Richtsberg-Gesamtschule (RGS) in Marburg, die auch die 13-jährige Charity besucht.

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