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Die Methode : So ist die Rangliste der Ökonomen entstanden

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Universitätsbibliothek auf dem Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt Bild: Lucas Bäuml

Um zu Deutschlands wichtigsten Ökonomen zu gehören, muss man Resonanz vorweisen – sowohl in der Wissenschaft und der Öffentlichkeit, als auch in Politik, Medien und Social Media.

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          Die Medien

          Das Medienanalyse-Unternehmen Unicepta hat für uns gezählt, wie häufig welche Ökonomen von September 2020 bis August 2021 in den Medien genannt wurden. Wer ist ein Ökonom? Das überließen wir den Medien. Berücksichtigt wurden Personen, die mindestens einmal als Ökonom, Wirtschaftsforscher oder Ähnliches bezeichnet wurden. Die Daten stammen aus der Datenbank Factiva, die Online-Auftritte der Medien waren natürlich einbezogen – unabhängig davon, ob die Beiträge für alle Leser zugänglich waren oder nur für Abonnenten. Folgende Medien waren für die Auswertung relevant: F.A.Z., F.A.S., Welt, Süddeutsche Zeitung, Tageszeitung, Bild, Handelsblatt, Capital, Manager Magazin, Wirtschaftswoche, Die Zeit, Focus, Spiegel, Welt am Sonntag, Bild am Sonntag, Tagesschau.de, n-tv.de und Businessinsider.de. Ausgewertet wurden rund 31 000 Zitate.

          Die Politik

          „Welche sind die Ökonominnen und Ökonomen (von Universitäten, Forschungsinstituten, Banken, Unternehmen etc.), deren Rat oder Publikationen Sie am meisten für Ihre Arbeit schätzen?“ Diese Frage stellten die Universität Düsseldorf, der Verein für wissenschaftliche Politikberatung Econwatch und das ZBW Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft in einer Umfrage Parlamentariern und Führungskräften von Mi­nisterien auf Bundes- und Landesebene. 88 Teilnehmer beteiligten sich an der Umfrage. Sie konnten bis zu fünf Namen nennen. Der Erstgenannte bekam fünf Punkte, der Fünftgenannte einen.

          Die sozialen Medien

          Die Social-Media-Wertung gibt Auskunft über den Einfluss im sozialen Netzwerk Twitter. Die angewandte Methodik wurde von Makronom, einem Online-Magazin für Wirtschaftspolitik, entwickelt. Seit diesem Jahr wird das Ranking von NZZ Visuals erstellt. Dabei wurden alle Tweets berücksichtigt, die die deutschsprachige Ökonomenszene von Juli 2020 bis Juni 2021 abgesetzt hat. Das Ranking setzt sich aus den vier Säulen zusammen: erstens die Zahl der Follower, zweitens die Zahl der Retweets und Likes, drittens die Zahl der Likes und Retweets im Verhältnis zur Followerzahl und viertens die Bedeutung eines Accounts innerhalb der Ökonomenszene. In jeder Säule können die Ökonomen zehn Punkte erreichen, maximal waren also 40 Punkte möglich. Qualifiziert für das Twitter-Ranking sind Ökonomen, die in Deutschland, Österreich oder der Schweiz arbeiten oder aus einem dieser Länder stammen.

          Die Wissenschaft

          Hier zählt die Zahl der Zitate aus den vergangenen Jahren. Diesen Index hat der Fachverlag Elsevier aus seiner Forschungsdatenbank Scopus berechnet. Scopus ist die größte Datenbank für Zitate und Abstracts der Welt mit mehr als 1,7 Milliarden Zitaten, erfasst werden mehr als 190 000 Bücher und mehr als 23 000 Zeitschriften, darunter viele europäische. Ökonomen, die oft Beiträge in Büchern oder in Zeitschriften ohne unabhängige Gutachter veröffentlichen, stehen in dieser Rangliste allerdings nicht weit oben. Für dieses Ranking berücksichtigten wir Zitate, die in den Jahren 2017 bis 2021 veröffentlicht wurden, auf dem Datenstand von Mitte August – egal, aus welchem Jahr die zitierte Publikation stammt. So messen wir den Einfluss in aktueller Zeit.

          Gesamtwertung

          In die Gesamtwertung aufgenommen wurde, wer in Öffentlichkeit und Forschung Spuren hinterlassen hat. In der Forschung waren mindestens fünf Zitate nötig, in der Öffentlichkeit mindestens fünf Medienzitate oder mindestens fünf Nennungspunkte in der Politik-Umfrage. Das Ranking haben wir konzentriert auf Ökonomen, die an Institutionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz arbeiten. Nach diesen Kriterien haben es im Jahr 2021 rund 220 Ökonomen in die Gesamtwertung geschafft. Dann wurden die Säulen verrechnet. Dafür haben wir ein Punktesystem verwendet: In jeder Säule bekam der stärkste Ökonom die volle Punktzahl, alle anderen bekamen ihre Punkte proportional dazu. Die Wissenschafts-Punkte und die Social-Media-Punkte wurden für Deutschland, Österreich und die Schweiz gleich verteilt. Wie im vergangenen Jahr haben sich einige Ökonomen zwar mit mehr als fünf Forschungszitaten fürs Gesamtranking qualifiziert, erreichen trotzdem aber gerundet null Wissenschaftspunkte. In der Zusammenrechnung brachte die Wissenschaft bis zu 500 Punkte, Medien 250 Punkte, Politik 200 und Social Media 50. Ein Ökonom konnte also höchstens 1000 Punkte erreichen. In dem Fall wäre er der einflussreichste Ökonom in allen vier Säulen.

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