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Deutschland auf dem Prüfstand : In der Pflege geht es um alles

Zukünftig werden noch mehr Menschen auf Pflege angewiesen sein. Bild: dpa

Mehr Pflegekräfte, mehr Ausbildung, höhere Löhne: In der Pflege hat sich die große Koalition viel vorgenommen. Reicht das? Und: Wer soll dafür bezahlen?

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          Erinnern Sie sich noch an Alexander Jorde, den jungen Krankenpfleger aus Hildesheim? Vor zwei Jahren konfrontierte er Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer Wahlsendung mit den Folgen des Fachkräftemangels in Altenheimen und Krankenhäusern. Die Würde des Menschen würde in Deutschland tagtäglich tausendfach verletzt, weil die Pflege überlastet sei, berichtete er. Merkel geriet durch seine hartnäckigen Nachfragen in die Defensive – und ein bis dahin recht träger Bundestagwahlkampf hatte plötzlich ein Thema, das zündete.

          Britta Beeger
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Wie ist es heute, zur Halbzeit der großen Koalition, um die Pflege bestellt? Sicher ist: Die Bundesregierung hat sich in diesem Bereich viel vorgenommen und fast alle Vorhaben auch schon auf den Weg gebracht. Sie hat ein Sofortprogramm für 13.000 zusätzliche Stellen in der Altenpflege beschlossen und sich im Rahmen der „Konzertierten Aktion Pflege“ zusammen mit Vertretern von gut 50 Interessengruppen weitere Ziele gesetzt. Zum Beispiel sollen mehr Ausbildungsplätze geschaffen und 5000 Pflegehelfer zu Fachkräften weitergebildet werden. Zudem soll die Altenpflege durch eine bessere Bezahlung attraktiver werden. Das angedachte Instrument – ein noch auszuhandelnder Tarifvertrag, der für allgemeinverbindlich erklärt werden soll – ist jedoch umstritten.

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