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Deutschland auf dem Prüfstand : Was wurde aus den Flüchtlingen?

Ein Flüchtling arbeitet in einer Lernwerkstatt an einem Werkstück. Bild: dpa

Die gute Nachricht lautet: Immer mehr ehemalige Asylbewerber finden Arbeit. Aber es sind auch nach wie vor viele auf Hartz IV angewiesen. Eine Bilanz.

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          Kaum ein Thema hat die Menschen in Deutschland in den vergangenen Jahren so bewegt wie der große Flüchtlingszustrom seit dem Sommer 2015. „Wir schaffen das“ – dieser Satz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wurde damals schnell berühmt. Zugleich waren früh Stimmen zu hören, die vor stark steigender Arbeitslosigkeit und einer Belastungsprobe für die Sozialkassen warnten. Wie sieht rund vier Jahre später die Bilanz tatsächlich aus? Ist die Integration der Flüchtlinge gelungen?

          Britta Beeger

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Es gibt inzwischen viele offizielle Daten und Statistiken, die helfen, die Entwicklung seit dem Sommer 2015 zu sortieren. Das fängt beim Ausgang der Asylverfahren an. Nach Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge erhielten zwischen Januar 2015 und September dieses Jahres knapp 1,6 Millionen Bewerber den Bescheid über ihren Asylantrag. Fast 600.000 von ihnen wurde der volle Asyl- oder Flüchtlingsstatus zugesprochen, mit dem eine Aufenthaltserlaubnis für drei Jahre verbunden ist, die später in eine dauerhafte Niederlassungserlaubnis umgewidmet werden kann – außerdem uneingeschränkter Zugang zum Arbeitsmarkt. 290.000 erhielten subsidiären Schutz, in gut 80.000 Fällen wurde ein Abschiebeverbot erteilt und mehr als 600.000 Asylanträge wurden abgelehnt.

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