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Wie tief wird die Rezession? : So entsteht eine Konjunkturprognose

  • -Aktualisiert am

Schiffscontainer im Hamburger Hafen Bild: dpa

Konjunkturprognosen sind zur Zeit allgegenwärtig. Unternehmen stellen ihre Entscheidungen auf ihnen ab, der Staat seine Ausgabenplanung. Doch wie entstehen die Vorhersagen eigentlich? Und warum gehen sie so weit auseinander?

          3 Min.

          Wie stark bricht die Wirtschaftsleistung durch die Corona-Krise in den kommenden Monaten ein? An dieser Frage hängen wichtige politische und wirtschaftliche Entscheidungen. Orientierung bieten Konjunkturprognosen wie die Gemeinschaftsdiagnose der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute. Sie helfen dem Staat dabei, abzuschätzen, wie viele Steuern er von seinen Bürgern einnimmt. Welche Ausgaben kann sich die Regierung in Zukunft leisten? Braucht es ein Konjunkturprogramm? Auch Unternehmen nutzen die Prognosen für ihre Planung. Wie stark wird die Produktion in den nächsten Monaten ausgelastet sein? Welche Investitionen sind sinnvoll?

          Svea Junge

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Doch Achtung, die Prognosen sind keine exakten Vorhersagen. Eine Garantie, dass es tatsächlich so kommt, gibt es nicht, denn auch die Prognostiker haben keine Glaskugel, die ihnen den Blick in die Zukunft ermöglicht. Vielmehr spielt die Vergangenheit eine große Rolle bei der Erstellung von Konjunkturprognosen. „Prognosen beruhen auf historischen Erfahrungen. Wir modellieren die Bewegung einer Zeitreihe und schreiben sie auf Basis der Indikatoren fort“, erklärt Torsten Schmidt, Projektleiter der Konjunkturprognose am Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen (RWI), das an der Gemeinschaftsdiagnose beteiligt ist. Die Corona-Krise ist für Konjunkturforscher eine besondere Herausforderung: Eine Pandemie mit einem Lockdown gab es in diesem Ausmaß noch nie.

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