https://www.faz.net/-gqe-8bczy

Neue Forschungsinitiative : Künstliche Intelligenz ist auf dem Vormarsch

Furchterregend? Ein humanoider Roboter bewegt sich wie ein Mensch und kann Emotionen zeigen. Bild: dpa

Tesla-Gründer Musk will verhindern, dass künstliche Intelligenz die Macht übernimmt. Die Deutschen sind da laut einer neuen Umfrage entspannter.

          Eine neue Forschungseinrichtung will die „digitale Intelligenz so erweitern, dass die gesamte Menschheit davon profitieren kann“. So steht es zumindest in einem Blogbeitrag zur Erklärung der neuen Initiative Open-AI. „Das Ergebnis dieses Vorhabens ist ungewiss und die Arbeit schwierig, aber wir glauben an das Ziel und die Struktur“, heißt es dort weiter.

          Anna Steiner

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Das Geld für die Forschungsinitiative - rund eine Milliarde Dollar Startkapital - stammt unter anderem von Tesla-Gründer Elon Musk und dem Gründer des Berufsnetzwerks Linkedin, Reid Hoffman. Auch der deutsche Investor Peter Thiel unterstützt das Projekt.

          Elon Musk

          Tesla-Gründer Elon Musk hatte bereits in der Vergangenheit seine Sorge öffentlich gemacht, künstliche Intelligenz sei die „vermutlich größte Gefahr für unsere Existenz“. Wie Musk in einem Interview deutlich macht, ist das Ziel von Open-AI, die Entwicklung von künstlicher Intelligenz in die richtige Richtung zu lenken. Die jetzt entstandene Non-Profit-Organisation will vor allem einen Schwerpunkt auf die Sicherheit setzen. „Wenn wir etwas sehen, das ein potentielles Sicherheitsrisiko darstellt, werden wir die Öffentlichkeit informieren“, so Musk weiter. Künstliche Intelligenz soll mehr als eine Erweiterung des menschlichen Daseins gesehen werden und weniger als ein Widersacher desselben.

          Längst im Alltag angekommen

          Während die neue Forschungsinitiative vor allem von Skepsis gegenüber künstlicher Intelligenz getrieben wird, hat die Mehrheit der Deutschen eine weitaus positivere Einstellung zum Thema. Das ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Internetagentur Rocket Fuel.

          Demnach sind vor allem Männer, Jüngere und gut Gebildete der Meinung, dass künstliche Intelligenz „eher gut“ oder „gut“ ist. Immerhin knapp die Hälfte der Deutschen findet künstliche Intelligenz spannend oder ist der Meinung, dass sie helfen kann, große Probleme auf der Welt zu lösen. Nur etwa 15 Prozent der Befragten teilen die Meinung von Tesla-Gründer Musk und sehen eine Bedrohung für die Menschheit.

          Knapp die Hälfte der Befragten geht davon aus, dass künstliche Intelligenz gelegentlich (31 Prozent) oder sogar häufig (19 Prozent) im Alltag angewendet wird. Dennoch stimmen rund 16 Prozent aller Befragten zu, dass echte künstliche Intelligenz nicht wirklich existiert. Den Aussagen, dass es sich bloß um Science Fiction handelt oder diese Technologie lediglich vom Militär eingesetzt wird, stimmen nur wenige Befragte zu.

          Weitere Themen

          Aufschub der Brexit-Abstimmung Video-Seite öffnen

          Anleger verunsichert : Aufschub der Brexit-Abstimmung

          Laut Analysten ist die Wirtschaftsdynamik nicht ausreichend, um momentane politische Irritationen zu kompensieren. Der Aufschwung zum Jahresende bleibt vorerst aus.

          Topmeldungen

          Besuch eines Kanzlers: Johann Georg Reißmüller im Gespräch mit Helmut Kohl am 11. November 1997 auf dem Weg zur großen Redaktionskonferenz

          Johann Georg Reißmüller : Ein eiserner Zeuge des 20. Jahrhunderts

          Der frühere F.A.Z.-Herausgeber Johann Georg Reißmüller ist tot. Er starb im Alter von 86 Jahren in Frankfurt am Main. Sein journalistisches Lebensthema war das Schicksal Mittel-, Ost- und Südosteuropas.

          Brexit : Theresa Mays Odyssee durch Europa

          Die in der Heimat schwer in Bedrängnis geratene Premierministerin May sucht in Den Haag, Berlin und Brüssel nach Verbündeten. Doch die EU will den Deal partout nicht neu verhandeln.

          So wird das Wetter : Winter is coming

          In Deutschland wird es in den nächsten Tagen frostig, glatt – und es fällt Schnee. Im höheren Bergland sinken die Temperaturen sogar auf bis zu minus zehn Grad.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.