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Slotvergabe im Luftverkehr : Die ewigen Großvaterrechte

Im Landeanflug: Ein Großteil der Slots bleibt wegen Großvaterrechten dauerhaft in den Händen der etablierten Anbieter Bild: dpa

Ist die hohe Slot-Konzentration der Lufthansa in Frankfurt und München ein Problem? Die EU hat sich daran gestört, dabei hat sie die Regeln zur Slotvergabe selbst in einer Verordnung festgelegt.

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          Im Zuge der Lufthansa-Rettung ist für eine kurze Zeit ein Thema ins Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit geraten, für das sich gewöhnlich nur wenige Spezialisten interessieren: die Vergabe von Start- und Landerechten an großen Flughäfen, kurz Slots genannt. Der Normalbürger kommt kaum mit dem Thema in Berührung, für die Fluggesellschaften aber sind diese Start- und Landerechte ein wichtiger Teil ihrer Geschäftsbasis. Slots in den begehrten Tagesrandzeiten können ein kleines Vermögen wert sein.

          Die Lufthansa muss im Gegenzug für rund 9 Milliarden Euro Staatshilfe 24 Start- und Landerechte in Frankfurt und München abgeben, so wurde es im Rettungspaket mit der Bundesregierung ausgehandelt. Die Abgabe der Slots macht die EU-Kommission zur Bedingung, damit sie die Staatshilfe genehmigt. Erreichen will sie, dass auf diese Weise einige Konkurrenten Zugang zu den begehrten Slots bekommen und damit für mehr Wettbewerb sorgen. Denn die Hilfe des Staats, der künftig auch Anteile an der Lufthansa hält, stärkt die Wettbewerbsposition der größten Fluggesellschaft in Deutschland noch.

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