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Skilifte und Golfplätze : Türkei buhlt um deutsche Touristen

  • Aktualisiert am

Traumziel Türkei? Bild: picture-alliance / dpa

Viele deutsche Urlauber wollen nicht mehr in die Türkei fahren. Die Vogelgrippe und die Diskussionen um die Mohammed-Karikaturen haben im letzten Jahr ihr Übriges dazu getan. Jetzt will die Türkei kräftig investieren, um die Touristen zurückzuholen - und unter anderem Wintersportziel werden.

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          Die Türkei will mit einer millionenschweren Imagekampagne deutsche Urlauber verstärkt zurückholen. Für Werbung und Kampagnen mit deutschen Reisebüros stehen in diesem Jahr 11,4 Millionen Euro zur Verfügung, kündigte Tourismusminister Atilla Koc am Donnerstag auf der Reisemesse ITB in Berlin an. International könnten für Marketing- und Werbung über 91 Millionen Euro ausgegeben werden.

          Nach Zuwächsen von 25 Prozent und 21 Prozent in den Vorjahren gab es 2006 bei den internationalen Ankünften einen Einbruch um 6,2 Prozent auf 19,8 Millionen Touristen. Die Zahl deutscher Urlauber ging um 11,4 Prozent auf 3,8 Millionen zurück. 2005 hatte es noch ein Plus von 6,5 Prozent gegeben. Die Tourismuseinnahmen betrugen im vergangenen Jahr 12,8 Milliarden Euro, was gegenüber 2005 einem Minus von 7,2 Prozent entspreche.

          Wintersport und Golfplätze

          Als Grund für das Fernbleiben der Bundesbürger nannte der Präsident des Deutschen Reise-Verbandes, Klaus Laepple, vor allem die Vogelgrippe und die Diskussion um die Mohammed-Karikaturen. Erfreulich sei, dass die Buchungen zum Jahresanfang wieder zulegten - laut Koc bis Februar um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

          Schönes Reiseziel mit Kulturfaktor

          Die Türkei will sich mit hohen Investitionen in den kommenden Jahren als Ganzjahres-Urlaubsziel profilieren. Durch den zügigen Ausbau von vier Tourismuszentren soll in absehbarer Zeit die Zahl der Betten um 50 Prozent erhöht werden. Derzeit gebe es in 2412 Beherbergungsbetrieben 508.000 Betten. Auf längere Sicht sei der Bau von zehn neuen Tourismuszentren geplant.

          Neben einem verbesserten Angebot für Wintersport soll die Zahl der Golfplätze von jetzt 12 auf 30 Anlagen steigen. Ausgebaut werden auch die Bereiche Gesundheit und Kultur sowie Tagungen und Kongresse.

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