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Sinkender Öl-Preis : Krisensitzung der Opec?

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Noch wird viel Öl gefördert, wie hier aus dem Ölfeld El Sharara im Süden Libyens. Bild: Reuters

Um 40 Prozent ist der Öl-Preis bereits gefallen, nun reagieren die Staaten: Amerika reduziert seine Fördermenge, die Opec denkt über eine Krisensitzung nach. Sie wollen, dass der Preis wieder steigt.

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          Die Vereinigten Staaten werden im kommenden Jahr weniger Öl fördern als zuletzt veranschlagt. Die Regierung kappte am Dienstag sowohl die Prognose für die Fördermenge als auch die für den weltweiten Bedarf an dem Rohstoff. Dem Energieministerium zufolge wird die Produktion 2015 auf nur noch rund 9,3 Millionen Barrel pro Tag (bpd) anwachsen. Das sind 100.000 Barrel weniger als noch vor einem Monat prognostiziert. Die weltweite Nachfrage werde um 880.000 bpd anziehen nach zuvor veranschlagten 1,12 Millionen.

          Derweil könnte die Organisation Erdöl fördernder Länder (Opec) dem algerischen Energieminister zufolge angesichts des Preisverfalls noch vor dem regulären Treffen 2015 eine Krisensitzung einberufen. „Wir könnten vor Juni eine Dringlichkeitssitzung abhalten“, sagte Youcef Yousfi am Dienstag dem Staatsfernsehen des nordafrikanischen Landes. Die Opec-Mitgliedsländer wie Algerien, Iran, Irak und Venezuela kommen mit den aktuell erzielten Einnahmen nicht aus. Sie plädieren für eine Drosselung der Förderung, damit der Preis wieder steigt. Seit Ende Juni hat sich Öl wegen eines weltweiten Überangebots um mehr als 40 Prozent verbilligt.

          Die Opec hatte sich bei ihrem Treffen Ende November trotz des rasanten Ölpreis-Rückgangs gegen eine Reduzierung der Fördermenge entschieden. Damit setzte sich eine Gruppe wohlhabender Golfstaaten um Saudi-Arabien durch, die an den aktuellen Fördermengen festhalten wollten.

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