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Steigende Temperaturen : Krankenhäuser im Hitzestau

Ein Segen für Patienten: Kühlröhrchen wie diese, die in den Wänden der Berliner Charité-Klinik eingebaut sind Bild: Picture-Alliance

Hitze als Risikofaktor: Patienten kommen öfter ins Krankenhaus und haben ein höheres Sterberisiko, wenn es zu heiß ist. Doch sind deutsche Kliniken für steigende Temperaturen gewappnet?

  • -Aktualisiert am
          4 Min.

          Täglich sieht Christian Witt in diesen Wochen Patienten, die die Coronavirus-Infektion ziemlich krank gemacht hat. Der Lungenarzt und Seniorprofessor im Berliner Uniklinikum Charité in Berlin ist besorgt. „Es könnte ihnen demnächst mit der Wärme aber noch viel schlimmer gehen“, sagt er. „Hitze ist ein gesundheitlicher Risikofaktor. Kaum jemand kümmert sich aber darum, unsere Patienten davor zu schützen – und die Sommer werden immer heißer.“

          In Hitzephasen müssen mehr Patienten notfallmäßig im Krankenhaus behandelt werden, und es sterben mehr als in kühleren Sommern. Im Sommer 2003 waren es in Deutschland rund 7600, die allein wegen zu großer Hitze ihr Leben lassen mussten. Wunden heilen schlechter, und das kann den Krankenhausaufenthalt deutlich verlängern. Besonders sensibel auf Hitze reagieren ältere Menschen, Kinder und Patienten mit chronischen Krankheiten von Lunge, Herz und Kreislauf. Witt sorgt sich zurzeit aber nicht nur um die Patienten: „Können Sie sich vorstellen, wie sehr man in der Corona-Schutzkleidung schwitzt und leidet? Die Mitarbeiter klagen jetzt schon – dabei haben wir gerade mal April.“

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