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Benjamin Fischer

Rechte an Simon & Garfunkel : Der Reiz der Klassiker

Paul Simon während eines Konzerts in New York (September 2018) Bild: dpa

Auch Paul Simon gibt gegen eine wohl stattliche Einmalzahlung die Rechte an seinem Autorenkatalog ab. Sony Music wird alles daran setzen, dass sich das Investment auszahlt. Wichtig fürs Prestige ist es schon jetzt.

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          Der Katalog-Kaufrausch ist nach wie vor in vollem Gange und mit Paul Simon hat nun ein weiterer hochdekorierter Songwriter für sich die Gunst der Stunde genutzt. Die Kombination aus niedrigen Zinsen auf der einen und vielen zahlungswilligen Interessenten auf der anderen Seite dürfte zu einem stattlichen Preis geführt haben. Dass sich schon Dylan und vor allem Neil Young auf ähnliche Deals eingelassen hatten, mag den 79 Jahre alten Musiker in seiner Entscheidung bestärkt haben.

          Finanzielle Nöte werden Simon jedenfalls kaum plagen. Der Reiz lag auch für ihn wohl vielmehr in geordneten Verhältnissen. Eine hohe Einmalzahlung erscheint gerade manchen älteren Künstlern offenbar praktischer, als auch in Zukunft regelmäßig Gelder aus der Wahrnehmung ihrer Rechte zu erhalten.

          Sony Music wird indes alles daran setzen, dass sich das Investment langfristig auszahlt. Wichtig fürs Prestige ist der Zuschlag schon jetzt. Durch weiter steigende Streaming-Zahlen und die Plazierung der Werke in Serien, Werbung oder Videospielen soll auch beständig (mehr) Geld fließen. Voraussetzung für den Erfolg von Sony und den diversen anderen Katalog-Käufern ist aber natürlich, dass die Klassiker gefragt bleiben und sich die Rechte auch breit wahrnehmen lassen.

          Benjamin Fischer
          Redakteur in der Wirtschaft.

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