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Siemens : In diesem Jahr wird alles besser

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Siemens-Chef von Pierer: Prinzip Hoffnung Bild: AP

Nach dem Gewinneinbruch 2001 regt sich bei Siemens die Hoffnung auf Besserung. Das erste Quartal widerspricht dem zumindest nicht.

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          Nach dem Gewinneinbruch im vergangenen Jahr blickt Siemens vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Vorstandschef Heinrich von Pierer sagte am Donnerstag vor der Hauptversammlung in München: „Ich gehe davon aus, dass dieses Jahr besser wird als letztes Jahr.“

          Eine genauere Prognose sei wegen der großen Unsicherheiten nicht möglich. Im ersten Quartal lägen die Ergebnisse der operativen Bereiche unter dem Niveau des ersten Quartals 2001, aber über dem schlechten letzten Quartal. Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis lägen im Rahmen der Erwartungen.

          Sorgenkinder bleiben

          Im ersten Quartal 2001 hatte Siemens ohne Infineon noch 1,18 Milliarden Euro Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen gemacht, im vierten Quartal dagegen 130 Millionen Euro Verlust. Genaue Eckzahlen kündigte Pierer für den 23. Januar an.

          In der ICN-Sparte, Netzwerke für die Internet-Kommunikation, rechnet Siemens im ersten Quartal erneut mit roten Zahlen. Große Betreiber hielten sich mit Bestellungen weiter zurück. „Das wird noch einige Zeit anhalten, da darf man sich keine Illusionen machen“, sagte von Pierer.

          Die anderen Sorgenkinder - IC Mobile, SBS, Dematic und VDO - sollten „wieder in den schwarzen Zahlen oder nahe daran sein“. „Schöne Erfolge“ hätten die Kraftwerkstechnik, aber auch Medizintechnik und Bahntechnik vorzuweisen. Beim Arbeitsplatzabbau habe Siemens das Schlimmste überstanden.

          Infineon und die Trennung

          Von Infineon werde sich Siemens vollständig trennen und dabei auch unkonventionelle Wege wie Aktientausch gehen. Derzeit halte Siemens noch 41,3 Prozent an dem Halbleiterhersteller. Die jüngsten Aktienverkäufe würden das Ergebnis im ersten und im zweiten Quartal anheben.

          Den Hersteller des Panzers Leopard, Krauss-Maffei-Wegmann, wolle Siemens noch dieses Jahr verkaufen und sehe eine ganze Reihe von Interessenten, man müsse dabei aber politische Rücksichten nehmen. „Wir sprechen mit der Bundesregierung darüber“, sagte der Siemens-Chef. Der Konzern werde außerdem die Geschäftsfelder Plastikmaschinen, Gasfedern und Kräne „zügig, aber nicht hastig“ verkaufen.

          In dem Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2001 war der Umsatz des Siemens-Konzerns auf 87 Milliarden Euro gestiegen, der Gewinn nach Steuern aber von 8,7 auf 2,1 Milliarden Euro abgestürzt. Weil Telefongesellschaften und Firmen weniger in Telefonnetze investierten und zudem weniger Handys verkauft wurden, hatten die Mobil- und Netzwerksparte insgesamt 1,2 Milliarden Euro Verlust gemacht.

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