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Folge des Shutdowns : Trump-Berater schließt Nullwachstum in Amerika nicht aus

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Kevin Hassett ist ein wichtiger Wirtschaftsberater des amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Bild: dpa

Der Regierungsstillstand beeinträchtigt die Konjunktur womöglich stärker als gedacht. Sogar ein wichtiger Ökonom im Weißen Haus äußert sich nun zurückhaltend.

          Das Weiße Haus räumte am Mittwoch ein, dass der Regierungsstillstand ein erheblicher Kostenfaktor geworden sei und das Wachstum der Wirtschaft drücke. „Es könnte leicht eine Zahl nahe null werden“, sagte Trumps Wirtschaftsberater Kevin Hassett mit Blick auf das erste Quartal 2019 dem Sender CNN.

          Dafür müsste der Shutdown allerdings andauern. Wenn er beendet sei, werde sich das Wachstum wiederum deutlich erholen und beschleunigen – insgesamt sagt er ein robustes Jahr für die amerikanische Volkswirtschaft voraus.

          Große Teile des Regierungsbetriebes stehen aus Mangel an einem neuen Budget seit 33 Tagen still. Ungefähr 800.000 Menschen müssen an diesem Freitag zum zweiten Mal in Folge auf eine Gehaltszahlung verzichten. Viele beeinträchtigt das etwa wenn es um die Zahlung der Raten für Hauskredite geht.

          Bislang konnten sich Demokraten, Republikaner und Trump nicht auf einen neuen Haushalt einigen. Der jüngste Höhepunkt dieser Auseinandersetzung ist die traditionelle Rede des amerikanischen Präsidenten zur Lage der Nation – Trump hat sie nun verschoben, weil die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, ihn vorerst nicht im Parlamentssaal sprechen lassen will.

          Kern des Streits ist, dass Trump vom Kongress 5,7 Milliarden Dollar für den Bau einer Mauer an der Grenzen zu Mexiko bewilligt haben möchte. Haushaltsentwürfe ohne diese Summe will er nicht unterzeichnen. Die Demokraten, die die Mehrheit im Repräsentantenhaus halten, lehnen die Mauer ab.

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