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Geopolitischer Wettbewerb : Alle wollen Seltene Erden

Gefragter Rohstoff: Lithiumabbau in West-Australien Bild: Bloomberg

Rohstoffe sind mindestens so begehrt wie Energie. Vielerorts wird jetzt die Politik aktiv, um neue Abhängigkeiten von China zu verhindern.

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          Das Ringen um Seltene Erden und andere begehrte Mineralien verschärft sich. Der aus­tralische Schatzkanzler Jim Chalmers hat es als „Jahrhundertgelegenheit“ bezeichnet, den Zugang internationaler Investoren zu Australiens Rohstoffvorkommen zu steuern. Noch vor Weihnachten will die Labor-Regierung unter Ministerpräsident Anthony Albanese eine Strategie für den Abbau, die Verarbeitung und den Verkauf von Mineralien vorlegen.

          Christoph Hein
          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.
          Julia Löhr
          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          „Australien muss sich darüber klar werden, dass mehr und mehr kritische Mineralien zum Thema geoökonomischer Konkurrenz werden“, warnte Chalmers auf einer Konferenz in Sydney. Gefragt seien nun Investitionen aus Partnerländern, die dem nationalen Interesse Australiens dienten. „Um es ganz einfach auszudrücken: Unsere internationalen Freunde müssen sich auf jemand verlassen können – also sollten wir diejenigen sein, auf die sie sich verlassen können“, sagte der Schatzkanzler. Auch damit werde China davon abgehalten, die Lieferketten für die weltumspannende Hochtechnologie-Industrie künftig zu bestimmen. Gerade erst hatte die kanadische Regierung drei chinesische Unternehmen gezwungen, ihre Lizenzen für den Abbau des Batterie-Rohstoffs Lithium zurückzugeben. So weit ging der Spitzenpolitiker aus Canberra nicht.

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