https://www.faz.net/-gqe-9zvt8

Österreichs Bundeskanzler : Immer ein bisschen gegen den Strich

Viel Feind’, viel Ehr’: So hat Kurz, der im August 34 Jahre alt wird, es schon oft gehalten. Bild: dpa

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz lehnt gemeinsame Schulden der EU ab. Er hadert nicht nur mit dem Brüsseler Corona-Krisenpaket. Zuhause findet man das gut.

          3 Min.

          Zu den großen Talenten des Sebastian Kurz zählt seine klare An- und Aussprache. Das „Koste es, was es wolle“ des österreichischen Bundeskanzlers stand am Anfang der Wiener Corona-Politik. Zuletzt wurde es abgelöst vom „Tag und Nacht“, an dem Regierung oder Staatsbeamte daran arbeiteten, das Virus in Schach zu halten, seine gesellschaftlichen und ökonomischen Folgen zu bekämpfen.

          Andreas Mihm

          Wirtschaftskorrespondent in Wien.

          Vielleicht konnte die Regierung deshalb dem Parlament erst zum Schlusstag der Haushaltsberatung am Donnerstag per Änderungsantrag den um 20 Milliarden Euro Pandemie-Zusatzkosten auf 102 Milliarden Euro Ausgaben aktualisierten Budgetentwurf vorlegen. Im Herbst sollen Details folgen, auch zur Einnahmenseite. Bis dahin wird Kurz, im Kanzleramt unterstützt vom Beraterstab „Think Austria“ und dem „Covid-19 Future Operations Clearing Board“, mit Überschreitungsermächtigungen regieren.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Donald Trump und die Wahrheit : Der Lügenpräsident

          Verzerrungen, Halbwahrheiten, Übertreibungen: Ein Team der „Washington Post“ hat Donald Trumps Falschaussagen seit seiner Amtseinführung dokumentiert. Es kommt zu einem erschütternden Befund.