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Rücktritt von Sebastian Kurz : Anzeigenregen für Österreichs Boulevard

Sebastian Kurz am Donnerstag auf dem Weg zu einem Gespräch mit Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen Bild: dpa

Die Regierung in Wien füttert vor allem Gratismedien mit öffentlichen Geldern und bringt sich damit in Korruptionsnähe. Sebastian Kurz war aber nicht der erste Kanzler, dem Werbeanzeigen zu schaffen machen. Andere Chefredakteure kritisieren die Vorgänge.

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          Die Korruptionsermittlungen um die österreichische Kanzlerpartei ÖVP im Zusammenhang mit Anzeigen werfen ein Licht auf die Besonderheiten des dortigen Medienmarktes. Schließlich leben in Österreich Zeitungen zu einem hohen Maß vom Staat. Viele könnten ohne die 1975 eingeführte Presseförderung, die dem Ziel der Medienvielfalt dienen soll, nicht überleben.

          Michaela Seiser
          Wirtschaftskorrespondentin für Österreich und Ungarn mit Sitz in Wien.

          Den Markt kennzeichnen hohe Eintrittsbarrieren, eine Anbieterkonzentration sowie die im internationalen Vergleich ungewöhnlich starke Stellung einer Zeitung. Über diese Eigenarten hinaus gibt es eine beachtliche, gesetzlich nicht geregelte Unterstützung in Form von Anzeigen und Verlautbarungen in der Größenordnung von rund 200 Millionen Euro im Jahr, in deren Vergleich sich die direkte Presseförderung bescheiden ausnimmt.

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