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Einkommen : Schweizer Löhne am höchsten

Blick auf Zürich: Hier verdient es sich gut. Bild: KEY

Ein Arbeitnehmer in der Schweiz verdient fast doppelt so viel als anderswo in Europa. Trotz ihrer hohen Lebenshaltungskosten schneidet die Eidgenossenschaft glänzend ab.

          Es gibt viele Gründe, in der Schweiz zu arbeiten. Dazu gehören auch die hohen Gehälter. Nirgendwo in Europa können Fach- und Führungskräfte mehr verdienen als in der Eidgenossenschaft. Nach einer Studie des Beratungsunternehmens Willis Towers Watson kommt eine Fachkraft in der Schweiz im Median auf ein Salär von umgerechnet knapp 84.000 Euro im Jahr, das bedeutet: 50 Prozent der Schweizer verdienen weniger. Damit liegt die Schweiz klar auf Platz eins.

          Johannes Ritter

          Korrespondent für Politik und Wirtschaft in der Schweiz.

          Danach folgen mit deutlichem Abstand Dänemark, Luxemburg und Deutschland. Auch auf der mittleren Führungsebene schießen die Eidgenossen den Vogel ab: Hier verdienen Manager im Median 145.000 Euro. Deutschland liegt in dieser Kategorie mit 90.000 Euro auf Platz drei in Europa. Der Abstand zu den zweitplatzierten Ländern von jeweils mehr als 30 Prozent relativiert sich auch nicht, wenn man die höheren Lebenshaltungskosten mit in Betracht zieht.

          Schweizer Arbeitnehmer verfügten über eine größere Kaufkraft als jene in anderen europäischen Ländern. Angesichts der Frankenstärke und der schwierigen Verhandlungen mit der EU über die Zulässigkeit einer Zuwanderungsbremse könne die Schweiz wirtschaftlich betrachtet allerdings nur verhalten optimistisch nach vorne schauen. Die hohen Saläre und die hohe Kaufkraft seien wohl der Grund, dass ein attraktives Gehaltspaket für Schweizer Arbeitnehmer erst auf Platz sechs der ausschlaggebenden Faktoren für eine Stellenwahl rangiere.

          Korrektur: In einer früheren Version dieses Textes war eine Tabelle mit Monatsgehältern enthalten. Bei den Zahlen in der Tabelle haben wir uns geirrt. Richtig sind die Jahresgehälter, von denen der Autor im Text spricht. Bitte entschuldigen Sie den Fehler.

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