https://www.faz.net/-gqe-a7pvg

Pandemie-Bekämpfung : Das Versagen der Schweiz

  • -Aktualisiert am

Geöffnet trotz Pandemie: Ein Skilift in Laysin im Kanton Waadt Bild: dpa

In der Regierung in der Schweiz sitzen sieben Vertreter von vier Parteien, die ausgeprägt gegensätzliche Strategien zur Corona-Bewältigung verfolgen. Das Ergebnis ist eine einzige Peinlichkeit – und hat tödliche Folgen.

          3 Min.

          Auf ihren Föderalismus sind die Schweizer zu Recht stolz. Er sorgt für Bürgernähe der Politik. Der mit ihm verbundene Standortwettbewerb unter den 26 Kantonen hat viel dazu beigetragen, dass die Schweiz wirtschaftlich liberal blieb und so ihren Wohlstand mehren konnte. Doch in der Corona-Pandemie hat der Schweizer Föderalismus versagt.

          Die Virusattacke erfordert schnelle, beherzte Gegenwehr – statt endloser Diskussionen des Bundes mit den Kantonsregierungen, die wirtschaftlich schmerzhafte Maßnahmen nach dem Sankt-Florians-Prinzip gern dem Nachbarn überlassen. Und auf Bundesebene braucht es eine Regierung, die wohlinformiert, überlegt und geschlossen handelt. Doch im Bundesrat, wie die Regierung in der Schweiz heißt, sitzen sieben Vertreter von vier Parteien, die ausgeprägt gegensätzliche Strategien zur Krisenbewältigung verfolgen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          „In der EU herrscht Zusammenbruch“: Präsident Putin am Mittwoch im Kreml

          Putin und die Pandemie : Russlands versteckte Corona-Tote

          Präsident Wladimir Putin lobt den russischen Umgang mit der Corona-Pandemie, zumal im Vergleich zum Westen. Doch die enorme Übersterblichkeit lässt das Schlimmste befürchten.
          Danika Maia

          Plattform „Onlyfans“ : Die Mädchen von nebenan

          Auf der Plattform „Onlyfans“ wird Sex als Lifestyle verkauft. Während der Pandemie stieg die Zahl der Mitglieder von sieben auf neunzig Millionen. Über die Grenzen des Legalen und Legitimen wird gestritten.