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Schweizer Finanzminister : Ein Querdenker in der Regierung

Der Schweizer Finanzminister Ueli Maurer Bild: Keystone

Auf der Suche nach Proteststimmen solidarisiert sich der Schweizer Finanzminister Ueli Maurer offen mit Impfgegnern. Dafür wird er von ihnen bejubelt.

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          Es waren Bilder, die man aus der Schweiz nicht gewohnt ist: Mitte September zogen Tausende Menschen durch Bern und protestierten lautstark gegen die Maßnahmen der Regierung im Kampf gegen Corona. Die Situation eskalierte: Randalierer rüttelten an dem Zaun, den die Polizei zum Schutz des Bundeshauses errichtet hatte. Dort sitzt das Schweizer Parlament. Die Sicherheitskräfte setzten Wasserwerfer, Gummischrot und Tränengas ein, um die Angreifer zurückzudrängen, die ihrerseits Flaschen, Büchsen und Böller warfen. „Polizei verhindert möglichen Sturm aufs Bundeshaus“, twitterte Berns Sicherheitsdirektor Reto Nause und zog damit eine Parallele zum berüchtigten Sturm aufgebrachter Trump-Anhänger aufs Kapitol in Washington Anfang des Jahres.

          Johannes Ritter
          Korrespondent für Politik und Wirtschaft in der Schweiz.

          So wild und gewaltsam war die Attacke in Bern zwar bei weitem nicht. Gleichwohl schlug sie hohe Wellen. Das lag an der Aggressivität etlicher Demonstranten und an ihren Parolen. Unter Transparenten wie „Nein zum Impfterror“ skandierten sie nicht nur „Liberté! Liberté!“, sondern auch „Ueli! Ueli!“. Der Ruf nach Freiheit ist unter Corona-„Querdenkern“ gang und gäbe, auch in der Schweiz. Neu war die offen artikulierte Begeisterung für Ueli Maurer, den Schweizer Finanzminister. Der 70 Jahre alte Politiker aus den Reihen der nationalkonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP) hatte sich wenige Tage zuvor bei Corona-Schwurblern und Impfgegnern beliebt gemacht, indem er am Rande einer Parteiveranstaltung im Zürcher Oberland ein Hemd der sogenannten Freiheitstrychler überzog.

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