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Elektro-Highway im Testbetrieb : In Schweden fahren Lastwagen mit Oberleitung

Auf einem zwei Kilometer langen Autobahnabschnitt nördlich von Stockholm wird für die nächsten zwei Jahre das Siemens-Oberleitungssystem getestet. Bild: Scania CV AB

In Schweden wird seit heute erstmals der Betrieb von Lastwagen mit Strom aus Oberleitungen auf einer öffentlichen Straße getestet. Ausgesucht wurde dafür ein kurzer Autobahnabschnitt nördlich von Stockholm.

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          Nach einem Jahr Vorbereitung testen Siemens und der Nutzfahrzeug-Hersteller Scania ein Strom-Oberleitungssystem für Lastwagen. Damit geht nach Angaben der Unternehmen der erste „E-Highway“ der Welt in Betrieb. In den nächsten zwei Jahren werden zwei Diesel-Hybridfahrzeuge auf einem zwei Kilometer langen Steckenabschnitt auf der Autobahn E 16 nördlich von Stockholm fahren. Sie sollen im Vergleich zu Verbrennungsmotoren doppelt so effizient sein, damit entsprechend weniger Energie verbrauchen, vor allem aber weniger Schadstoffausstoß produzieren. Bis zu einer Geschwindigkeit von 90 Kilometer in der Stunde können die O-Lastwagen den Kontakt mit der über einer Autobahn-Fahrspur installierten Oberleitung aufnehmen. Geht der Kontakt verloren, startet ein Dieselmotor.

          Rüdiger Köhn

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

          Ein anderes Projekt beginnt bald in Kalifornien. Dort kooperiert Siemens mit Volvo auf einer zwei Meilen langen Teststrecke zwischen den Häfen von Los Angeles und Long Beach. Anders als in Schweden, können die Lastwagen – ebenso mit einem Hybridmotor ausgestattet – auf zwei Fahrspuren nicht nur mit Strom fahren, sondern ihn in Akkus aufladen, um nach Trennung von der Oberleitung elektrisch weiterzufahren. Dieses Projekt hat sich jedoch um ein Jahr verspätet. 2017 sollen erste Ergebnisse vorliegen. Die Projekte unterstützen das Bestreben, im Transport von fossilen Brennstoffen unabhängig zu werden. In Schweden ist das bis 2030 geplant. Dabei nimmt der Frachtverkehr weiter stark zu.

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