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Schwaches Stahlgeschäft : Arcelor Mittal verkauft Anteil an kanadischer Mine an Posco

  • Aktualisiert am

Innerbetrieblicher Protest: Arcelor Mittal-Mitarbeiter in Werk Basse-Indre in Frankreich. Bild: AFP

Die Stahlnachfrage ist gering, merkt auch der Weltmarktführer. Deshalb verkauft Arcelor Mittal eine große Beteiligung - um die Verschuldung zu verringern.

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          Der weltgrößte Stahlkonzern Arcelor Mittal verkauft für gut eine Milliarde Dollar Anteile an einem kanadischen Minen-Betreiber an ein Konsortium um seinen südkoreanischen Konkurrenten Posco. Das teilte die China Steel Corporation am Mittwoch mit, die ebenfalls zu dem Firmenverbund gehört. Dem Geschäft muss die taiwanesische Regierung allerdings noch zustimmen.

          Arcelor Mittal hat mit einer flauen Stahlnachfrage zu kämpfen.  Das Unternehmen will durch den Verkauf eines Aktienpaketes von 15 Prozent an der kanadischen Labrador Through seine Schulden abbauen.

          Nachfrageeinbruch in Europa

          Posco wiederum erhält Zugang zu Eisenerz und Kohle, das der weltweit viertgrößte Stahlproduzent bislang fast vollständig importieren muss. Die Labrador Through wollen Posco, China Steel und ArcelorMittal künftig als Gemeinschaftsunternehmen betreiben.

          Arcelor Mittal produziert etwa sechs bis sieben Prozent des weltweit hergestellten Stahls. Nach Angaben des Konzerns ist die Nachfrage in Europa seit Beginn der Schuldenkrise im Jahr 2007 um 29 Prozent zurückgegangen.

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