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Schwache iPhone-Nachfrage : Apple enttäuscht Anleger

  • Aktualisiert am
Von April bis Juni verkaufte Apple lediglich 26 Millionen iPhones.
          1 Min.

          Es ist erst das zweite der letzten 39 Quartalsbilanzen, in dem Apple die Erwartungen der Wall Street nicht erfüllen konnte. Der sonst so erfolgsverwöhnte amerikanische Elektronikkonzern hat am Dienstag nach Börsenschluss eingestanden, von April bis Juni lediglich 26 Millionen iPhones verkauft zu haben. Analysten hatten im Schnitt mit mehr als 28 Millionen gerechnet. Im Vorquartal konnte Apple noch 35 Millionen iPhones veräußern. Nun scheinen jedoch viele Kunden auf das neue iPhone 5 zu warten, das im Spätsommer oder Herbst herauskommen soll.

          Cook verspricht „erstaunliche neue Produkte“

          Die Folge der schwachen iPhone-Verkäufe war, dass sich Apples bislang gigantisches Wachstum abschwächte: Gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigerte der Konzern seinen Umsatz um 23 Prozent auf 35 Milliarden Dollar steigern (29 Milliarden Euro). Der Gewinn erhöhte sich um 21 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar. Auch hier hatten die Börsianer mit noch besseren Zahlen gerechnet. Als Stütze erwies sich das iPad, dessen Verkäufe sich beinahe verdoppelten auf 17 Millionen. Das war Rekord, wie auch Konzernchef Cook unterstrich. Die Verkäufe von Mac-Rechnern legten hingegen nur minimal auf 4 Millionen Einheiten zu. Außerdem verkaufte der Konzern 6,8 Millionen iPods - 10 Prozent weniger als im Vergleichsquartal.

          Dennoch sei es kein wirklich schlechtes Quartal gewesen, sagte Carolina Milanesi, Analystin des Marktforschers Gartner. Apple überstehe die schwierige Situation besser als andere Hersteller, vor allem dank einer unschlagbar starken Marke, und stehe grundsätzlich immer noch sehr gut da.

          Die Prognose für das laufende vierte Geschäftsquartal stellte die Börsianer ebenfalls nicht zufrieden. Konzernchef Tim Cook versprach für die Zukunft wie üblich „erstaunliche neue Produkte“ – ohne allerdings ins Detail zu gehen. Das ist nichts Ungewöhnliches. Schließlich gehört Geheimhaltung bei Apple zum Geschäft.

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