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Europäische und amerikanische Börsen : Schwache Daten vom amerikanischen Immobilienmarkt belasten

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Die Aktienmärkte in Europa haben am Dienstag überwiegend leichte Kursverluste verzeichnet. Lediglich an kleineren Handelsplätzen wie Brüssel, Oslo, Athen, Wien oder Lissabon setzte sich eine Aufwärtstendenz durch.

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          Die Aktienmärkte in Europa haben am Dienstag überwiegend leichte Kursverluste verzeichnet. Lediglich an kleineren Handelsplätzen wie Brüssel, Oslo, Athen, Wien oder Lissabon setzte sich eine Aufwärtstendenz durch. Quartalsberichte amerikanischer Unternehmen wie Caterpillar, Apple, Texas Instruments, Pfizer und Du Pont übertrafen zum Teil deutlich die Erwartungen, was am Vormittag die Stimmung in Europa stützte. Noch sei nicht entschieden, wie die Berichtssaison in den Vereinigten Staaten ausgehen werde, sagte jedoch Analyst Keith Bowman von Hargreaves Lansdown Stockbrokers. "Der Start war recht gut, aber es gibt weiterhin Unsicherheiten", sagte er.

          Am Nachmittag wirkten die jüngsten Daten vom amerikanischen Immobilienmarkt auf die Anleger ernüchternd. Mit Sorge wurde im Aktienhandel der steigende Euro beobachtet, dessen Stärke zum Dollar eine Erholung der Exporte in den Dollarraum dämpfen kann. Der Euro Stoxx 50, Leitindex für Aktien des Euroraums, fiel um 0,8 Prozent auf 2925 Punkte.

          In Frankfurt ging der Dax um 0,7 Prozent auf 5811 Punkte zurück. Titel von Infineon profitierten davon, dass sowohl der Infineon-Kunde Apple als auch der Konkurrent Texas Instruments in der Nacht mit den Quartalszahlen die Erwartungen der Analysten übertroffen hatten. In London lag endete der FTSE 100 mit 5243 Punkten, 0,7 Prozent niedriger als am Vortag. Das Thema des Tages setzte der Staatsfonds des Golf-Emirats Katar, der sich von einem Teil seiner Beteiligung an der Großbank Barclays trennen will. Der Wert der Bank hatte sich in den vergangenen Monaten vervierfacht. Barclays-Aktien gaben 4,6 Prozent ab. Im Gegenzug stiegen die Titel des Supermarktbetreibers Sainsbury, an dem der Staatsfonds gleichfalls beteiligt ist, um 4,7 Prozent. Schon in der abgelaufenen Woche hatten Spekulationen über eine Komplettübernahme durch das Emirat den Kurs angeschoben. In Zürich verlor der SMI 0,1 Prozent auf 6427 Punkte. Die Aktien des Zeitarbeitanbieters Adecco verloren nach dem Kauf der MPS Group 5,9 Prozent. In Paris fiel der CAC 40 um 0,5 Prozent auf 3871 Punkte. Titel mit der schwächsten Tagestendenz waren Saint Gobain, die gut 3,5 Prozent an Wert verloren.

          Den Enthusiasmus der Anleger über eine starke Berichtssaison haben am Dienstag an der Börse New York schwache Konjunkturdaten gedämpft. Der Dow-Jones-Index lag am Ende der Geschäftszeit 0,5 Prozent im Minus und fiel auf 10 041 Punkte. Boeing gaben um gut 3 Prozent nach. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,6 Prozent auf 1091 Punkte nach. Der Composite- Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,6 Prozent auf 2163 Punkte. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,23 Milliarden Aktien den Besitzer. 1051 Werte legten zu, 1996 gaben nach und 81 blieben unverändert. 235 Titel erreichten neue Höchststände, drei neue Tiefstände. hlr./Bloomberg/Reuters

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