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Schuldenkrise : Vorbereitete Finnen

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Der finnische Außenminister Tuomioja hat zugegeben, seine Regierung bereite sich auf die Möglichkeit eines Auseinanderbrechens des Euro vor. Solche Notfallpläne entwickeln vermutlich alle Euro-Regierungen, die bei Verstand sind. Bloß sagt es niemand offen.

          Wie geht es weiter mit Griechenland, wenn spätestens im Oktober mit dem Troika-Bericht offiziell eingestanden werden muss, dass Athen seine Verpflichtungen aus dem Rettungsprogramm nicht erfüllen kann? Bislang halten sich die Euro-Regierungen bedeckt. Nur selten lüftet jemand den Schleier ein wenig, etwa jetzt der finnische Außenminister Erkki Tuomioja, zum Missfallen auch eigener Kabinettskollegen.

          Niemand gibt offen Notfallpläne zu

          Tuomioja sagte, seine Regierung bereite sich mit Notfallplänen auf die Möglichkeit eines Auseinanderbrechens des Euro vor. Solche Pläne entwickeln derzeit vermutlich alle Euro-Regierungen, die bei Verstand sind. Bloß sagt es niemand offen, weil man das Risiko scheut, die Schuld eines Ausscheidens Griechenlands zugeschoben zu bekommen.

          Tuomioja fügte übrigens an, ein Auseinanderbrechen der Eurozone bedeute nicht das Ende der EU. Er widerspricht damit der Bundeskanzlerin, die den beängstigenden Satz „Scheitert der Euro, dann scheitert Europa“ geprägt hat. Aus Finnland wird die Bedeutung der Währung wieder in eine vernünftige Perspektive gerückt. Das sollte den Blick für neue Lösungen öffnen, jenseits der Rettungsdevise des „koste es, was es wolle“.

          Heike Göbel

          Verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.

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