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Schuldenkrise : McKinsey-Chef: Griechen werden Eurozone wohl verlassen müssen

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Der Deutschlandchef der Unternehmensberatung McKinsey glaubt nicht an eine Zukunft Griechenlands im Euro-Raum Bild: Kaufhold, Marcus

McKinsey-Chef Frank Mattern glaubt, dass sich ein Austritt Griechenlands aus der Europäischen Währungsunion wahrscheinlich nicht mehr vermeiden lässt. Er habe „erhebliche Zweifel“, ob die Sparanstrengungen der Griechen letzten Endes für einen Verbleib reichten. Ein „geordneter Austritt“ könne „das kleinere Übel“ sein.

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          Der Chef der Unternehmensberatung McKinsey, Frank Mattern, geht davon aus, dass sich ein Ausstieg Griechenlands aus der Europäischen Währungsunion wahrscheinlich nicht vermeiden lässt. „Ich erkenne ja die Sparbemühungen in Griechenland an, aber ich habe erhebliche Zweifel, ob sie angesichts der Ausgangslage reichen werden“, sagte Mattern der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. „Es könnte der Fall eintreten, dass ein ’geordneter Austritt’ aus der Eurozone für Griechenland das kleinere Übel ist, trotz aller damit verbundenen Probleme. Denn die Abwertung einer neuen Währung hilft, international wieder mehr Wettbewerbsfähigkeit zu erlangen.“

          Domino-Effekt „vermutlich beherrschbar“

          Die Furcht vor einem Domino-Effekt hält der Berater für übertrieben: „Die Auswirkungen eines geordneten Austritts Griechenland auf Länder wie Italien oder Spanien (“secondary effects“) sind vermutlich beherrschbar“, sagte Mattern.

          Ungechtet der abgebrochenen Verhandlungen über einen Schuldenschnitt sieht Finanzminister Wolfgang Schäuble die Rettungsbmühungen auf einem guten Weg: „Wenn man die ersten Wochen des Jahres betrachtet, scheint das Vertrauen der Marktteilnehmer in die Eurozone langsam wieder zurückzukommen“, sagte Schäuble der F.A.S.. „Die Staaten der Eurozone haben in den letzten Monaten zahlreiche richtige und wichtige Weichenstellungen vorgenommen. Der ESM wird nach vorne gezogen, die Staats- und Regierungschefs haben sich auf die Grundzüge eines Fiskalpakt geeinigt, der der richtige Weg hin zu einer Stabilitätsunion ist und die Länder im Fokus der Märkte sind die erforderliche Konsolidierung und wichtige Reformen entschlossen angegangen.“

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