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Schuldenkrise : Griechen wollen mit EU-Geld 150.000 Jobs schaffen

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Allein in diesem Jahr ist die griechische Wirtschaft um mehr als 5 Prozent geschrumpft Bild: Reuters

Die griechische Übergangsregierung will innerhalb der nächsten drei Monate 150.000 neue Arbeitsplätze schaffen und die Sozialleistungen stärken. Wie das Beschäftigungsprogramm genau aussehen soll, ist unklar. Der größte Geldgeber hingegen steht schon fest.

          Die Regierung des griechischen Ministerpräsidenten Lukas Papademos will im ersten Quartal des kommenden Jahres 150.000 Arbeitsplätze in dem kriselnden Land schaffen. Dies gab Papademos nach einem Treffen seines Ministerrats bekannt. Das neue Beschäftigungsprogramm soll rund 900 Millionen Euro kosten und hauptsächlich durch die EU finanziert werden. Zudem will die Regierung bedürftigen Menschen helfen.

          An dem ehrgeizigen Projekt sollen sich auch die Städte und Gemeinden des Landes sowie das Erzbistum der Orthodoxen Kirche in Athen beteiligen. Noch ist allerdings unklar, in welchen Projekten oder Branchen die Arbeitsplätze geschaffen werden sollen.

          „Alle zusammen - wir können es schaffen“

          In Griechenland ist die Wirtschaft in diesem Jahr um etwa 5,5 Prozent geschrumpft. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 18 Prozent mit stark steigender Tendenz. Nach Angaben der nationalen Notenbank leben in Griechenland mittlerweile 500.000 Menschen in Familien, in denen beide Eltern keine Arbeit haben. „Die Krise und die Arbeitslosigkeit haben tausende Familien getroffen“, erklärte Papademos.

          Humanitäre Organisationen und die Orthodoxe Kirche in Griechenland unterstützen in der Krise zehntausende Menschen. Allein die Kirche versorgt 250.000 Menschen im Land mit Lebensmittelhilfen und Mahlzeiten. An der Aktion „Alle zusammen - wir können es schaffen“ nehmen auch tausende Bürger und fast alle Supermärkte des Landes teil.

          Nach einem Jahr kein Geld mehr

          In Griechenland erhalten Arbeitslose für höchstens ein Jahr Arbeitslosengeld. Danach gibt es keine Hilfe vom Staat mehr. Erwerbslose sind auf die Hilfe von Verwandten oder von kirchlichen und anderen humanitären Organisationen angewiesen.

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