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Schuldenkrise : EZB führt Zins-Gedankenspiele weiter

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Vor der nächsten Sitzung der Europäischen Zentralbank in der kommenden Woche werden weiter neue Hilfsvarianten in der Schuldenkrise durchgespielt Bild: Irl, Maria

Die Europäische Zentralbank prüft einem Zeitungsbericht zufolge eine neue Variante für Anleihekäufe. Demnach könnte die EZB zwar eine Zinsobergrenze für Staatsanleihen eines Landes intern festlegen, diese aber nicht veröffentlichen.

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          Für die Ausgestaltung der Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) wird nach Informationen der Tageszeitung „Die Welt“ innerhalb der Notenbank eine neue Variante diskutiert. Die EZB könnte festlegen, welche Zinsen oder welchen Risikoaufschlag sie für die Anleihen eines Krisenlandes maximal akzeptieren würde - ohne dieses Ziel jedoch öffentlich bekanntzugeben. Etliche Notenbanker würden dieses Vorgehen einer zuletzt diskutierten offiziellen Obergrenze vorziehen, berichteten mehrere mit den Diskussionen vertraute Personen der Zeitung.

          Der EZB-Rat will in seiner Sitzung am 6. September darüber entscheiden, wie die in Aussicht gestellten Interventionen bei spanischen oder italienischen Staatsanleihen aussehen könnten. Dieser Tage haben die Fachleute der EZB die Meinungen aller Notenbanken in Euroland eingeholt, in Kürze werden sie ihre Empfehlungen vorlegen. Eine Entscheidung gebe es noch nicht, auch keine Beschlussvorlage des Direktoriums, betonen alle Beteiligten.

          Es zeichne sich aber bereits ab, dass die Idee einer offiziellen Obergrenze für Anleihezinsen, die zuletzt von vielen Experten diskutiert wurde, innerhalb des EZB-Rats eher wenig Rückhalt habe.

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