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Geplantes Golfparadies : Donald Trump muss Windräder akzeptieren

  • Aktualisiert am

Donald Trump auf einem seiner Golfplätze Bild: AP

Das geplante Golfparadies von Trump an der Küste ist den Schotten ein Dorn im Auge. Umso erfreulicher für sie, dass der Milliardär jetzt eine Niederlage einstecken muss.

          Donald Trump hat den Kampf gegen einen Windpark vor seinem Luxus-Golfclub an der schottischen Küste verloren. Das höchste britische Gericht wies am Mittwoch in London seine Klage gegen das geplante Projekt ab - zuvor hatte der amerikanische Immobilienmilliardär und potentielle Kandidat der Republikaner im Präsidentschaftswahlkampf bereits vor zwei Instanzen Niederlagen einstecken müssen.

          Das Argument des Präsidentschaftsbewerbers: Die rund ein Dutzend Windräder würden die Aussicht von seinem Golfplatz auf die Nordsee verschandeln. Bereits in der Vergangenheit hatte Trump gedroht, seine Pläne für den weiteren Ausbau der Hotel- und Ferienanlage auf dem Gelände in der Nähe von Aberdeen zu stoppen, sollte der Windpark tatsächlich gebaut werden.

          Andy Paine, Projektleiter des Offshore-Windparks, sagte der BBC, das Urteil sei ein Schritt, um Schottland und besonders den Nordosten als ein Zentrum innovativer Offshore-Windkraft zu etablieren. Die Umweltorganisation WWF in Schottland zeigte sich ebenfalls erfreut: „Dieses ist Ergebnis ist eine gute Nachricht für Schottland und alle, die den Klimawandel bekämpfen und Arbeitsplätze schaffen wollen.“ Jetzt, wo es „Mister Trump“ nicht gelungen sei, Schottlands Bemühungen im Bereich der erneuerbaren Energien zu untergraben, sei es Zeit für ihn nach vorne zu sehen.

          Bereits vor Kurzem hatte sich Donald Trump mit mehrerer seiner umstrittenen Aussagen besonders in Schottland unbeliebt gemacht. Eine schottische Universität entzog ihm die Ehrendoktorwürde. Trumps Äußerungen seien mit dem Ethos und den Werten der Robert Gordon University „in keiner Weise vereinbar“, sagte ein Sprecher der Hochschule der Stadt Aberdeen. Die Universität im Nordosten Schottlands habe daher beschlossen, Trump den im Oktober 2010 verliehenen Ehrentitel in Betriebswirtschaftslehre abzuerkennen. Auch die schottische Regionalregierung stellte ihre Zusammenarbeit mit Trump ein. Dieser sei nach seinen Äußerungen „nicht länger geeignet“, als Mitglied des Netzwerks GlobalScot für den Wirtschaftsstandort Schottland zu werben, sagte ein Sprecher.

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