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Ankündigung in Edinburgh : Schotten wollen selbst über Brexit-Deal abstimmen

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Bei Trennungen muss sich das Kind entscheiden, ob es zu Mama oder zu Papa möchte. So in etwa geht es auch Schottland. Bild: AFP

Fast zwei Drittel der Schotten wollten in der EU bleiben. Am Donnerstag kündigte der schottische Verfassungsminister an, dass man selbst über das Brexit-Abkommen abstimmen wolle – noch vor dem britischen Unterhaus.

          Das schottische Regionalparlament will noch vor einer Entscheidung im britischen Unterhaus in einer eigenen Abstimmung über ein Brexit-Abkommen befinden. Der schottische Verfassungsminister Michael Russell sagte am Donnerstag vor dem Parlament in Edinburgh, zu dieser entscheidenden Frage müsse und werde sich das schottische Volk Gehör verschaffen.

          „Wenn die britische Regierung die Option auf den Tisch legt, im Binnenmarkt und in der Zollunion zu bleiben, werden wir das unterstützen. Jede andere Option als in der EU zu bleiben, lehnen wir ab“, sagte Russell.

          Das Votum des schottischen Regionalparlaments hätte keine bindende Wirkung, könnte aber Premierministerin Theresa May weiter unter Druck setzen und nationalistische Strömungen abermals anfachen.

          Schotten stimmten gegen den Brexit

          Die Briten hatten sich bei der Volksabstimmung 2016 mit 52 zu 48 Prozent für den Austritt aus der Europäischen Union ausgesprochen. In Schottland hatte aber eine deutliche Mehrheit von 62 zu 38 Prozent für einen Verbleib in der Union gestimmt.

          Verfassungsminister Michael Russell spricht – Schottlands Erste Ministerin Nicola Sturgeon und ihr Vize John Swinney hören zu.

          Großbritannien verlässt die EU voraussichtlich im kommenden März. Die Verhandlungen über einen geregelten Brexit sind aber ins Stocken geraten. Größter Streitpunkt ist nach wie vor die künftige Grenze zwischen dem EU-Mitgliedsstaat Irland und der britischen Provinz Nordirland.

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