https://www.faz.net/-gqe-a2dsl

Von 12 auf 24 Monate : Scholz will Bezugsdauer für Kurzarbeitergeld verlängern

  • Aktualisiert am

Bundesfinanzminister, Vizekanzler und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz Bild: EPA

„Unternehmen und Beschäftigte brauchen von der Regierung das klare Signal: Wir gehen mit euch den gesamten Weg durch die Krise“, findet Finanzminister Scholz – und fordert eine Verlängerung des Kurzarbeitergeldes.

          1 Min.

          Wegen der weiter schwelenden Corona-Krise möchte Bundesfinanzminister Olaf Scholz die Auszahlung des Kurzarbeitergelds ausweiten. „Ich will die Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld auf 24 Monate verlängern“, sagte der Vizekanzler (SPD) der „Bild am Sonntag“. Die Corona-Krise werde in den nächsten Wochen ja nicht plötzlich verschwinden. „Unternehmen und Beschäftigte brauchen von der Regierung das klare Signal: Wir gehen mit euch den gesamten Weg durch die Krise, damit niemand auf der Strecke ohne Not entlassen wird.“

          Grundsätzlich gilt derzeit eine Befristung für Kurzarbeitergeld auf maximal zwölf Monate. In bestimmten Fällen kann die Bezugsdauer aber schon jetzt auch auf bis zu 21 Monate verlängert werden. Im Juni hatten sich die Wirtschaftsminister der Länder vor dem Hintergrund der Corona-Krise dafür ausgesprochen, das Kurzarbeitergeld auf 24 Monate zu verlängern.

          Das Kurzarbeitergeld beträgt 60 Prozent des fehlenden Nettoentgelts – für Eltern mit Kindern 67 Prozent. Nach sieben Monaten erhöhen sich die Ansprüche noch. Beiträge für die Sozialversicherungen werden von der Bundesagentur für Arbeit vollständig erstattet.

          Der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Ingo Kramer, hatte vergangene Woche gesagt: „Kurzarbeit hält die Belegschaften für den Aufschwung zusammen, also sollte sie zielgerichtet da verlängert werden, wo es dann hilft.“

          Weitere Themen

          Endspiel um die Uploadfilter

          Urheberrecht : Endspiel um die Uploadfilter

          Musiker, Youtube-Vertreter und andere Lobbyisten fürchten die Reform des Urheberrechts. Die Fachleute streiten sich: Kommen die Kreativen zu kurz – oder die Meinungsfreiheit?

          Hannover Messe Digital Video-Seite öffnen

          Livestream : Hannover Messe Digital

          Die Hannover Messe ist normalerweise die größte Industrieschau der Welt und beginnt am Montag wegen der Corona-Krise als reines Digitalformat. Verfolgen Sie die Veranstaltungen im Livestream.

          Thomas Fischer als Anwalt

          FAZ Plus Artikel: Werdegang : Thomas Fischer als Anwalt

          Der ehemalige Bundesrichter und Herausgeber eines Handkommentars für Strafrecht Thomas Fischer schließt sich der Kanzlei „Gauweiler & Sauter“ an. Er wird unter anderem als Strafverteidiger tätig sein.

          Topmeldungen

          Der Angeklagte Abdullah A. am Montag im Gerichtssaal in Dresden.

          Angriff auf schwules Paar : „Er empfand das als Sünde“

          Vor dem Oberlandesgericht muss sich ein Syrer verantworten. Er soll im Oktober zwei Touristen angegriffen haben, die sich an den Händen hielten. Der Angeklagte macht keine Angaben – dafür berichtet der Gutachter.
          Der Herzog von Edinburgh trifft um 1960 mit seinem Sohn Charles zum Verwandtenbesuch in Deutschland ein.

          Erinnerung an ein Treffen : „Ich bin der Philip!“

          Unser Autor war noch Praktikant, als er einen Tipp bekam: Prinz Philip würde zum Verwandtenbesuch nach Deutschland reisen. Also fuhr er zum Flughafen – und plauderte mit dem Royal und seinem Sohn Charles im Shuttlebus.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.