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Pay-TV : Die Deutschen wollen nicht fürs Fernsehen zahlen

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Bild: FAZ.NET/Statista - Lizenz: CC BY-ND 3.0

Die Vorbehalte der Deutschen gegenüber dem Pay-TV sind nach wie vor groß: Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern wollen nur wenige für das Fernsehen bezahlen. Das liegt auch am öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

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          Der Bezahlsender Sky Deutschland hat so viele Abonnenten wie nie zuvor, Pro Sieben Sat 1 will eine neue Bezahl-App auf den Markt bringen, in der alle sechs Kanäle der Gruppe live zu sehen sind: Pay-TV, so scheint es, ist in Deutschland auf dem Vormarsch.

          Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern ist die Bereitschaft, für Pay-TV zu zahlen, in Deutschland jedoch nach wie vor deutlich geringer, wie eine Grafik von Statista für FAZ.NET zeigt. Darin sind die Abonnenten-Zahlen der jeweils größten Pay-TV-Anbieter eines Landes durch die Bevölkerungszahl geteilt, um einen vergleichbaren Wert zu erhalten. Das Ergebnis: Während in Großbritannien und Irland der Anteil der Sky-Abonnenten an der Gesamtbevölkerung 16,7 Prozent ausmacht, sind es in Deutschland nur 4,6 Prozent. In Frankreich kommt Canal + mit seinen Abonnenten immerhin auf einen Anteil von 9,3 Prozent an der Gesamtbevölkerung.

          Ein Grund für die Vorbehalte der Deutschen gegen das Bezahlfernsehen dürfte die Haushaltsabgabe für das öffentlich-rechtliche Fernsehen sein: Viele Zuschauer verzichten auf ein teures Sky-Abonnement, weil sie schon 17,98 Euro im Monat für ARD und ZDF bezahlen müssen. Auch die starke Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks dürfte ein Faktor sein: In kaum einem anderen Land gibt es beispielsweise noch eine Sendung, die vergleichbar mit der Sportschau zeitnah und frei empfangbar von der heimischen Fußballliga berichtet.

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