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Innovationen : Viele Forscher - nicht so viele Patente

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Die Forscherdichte hat nicht immer mit der Zahl der Patente zu tun. Bild: Statista

Wenn die Forscherdichte hoch ist, werden in einem Land auch besonders viele Patente erdacht - möchte man meinen. Doch in vielen Ländern ist es anders.

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          Leistet sich ein Land viele Wissenschaftler, so bedeutet dies keinesfalls, dass es deshalb auch viele Patentanmeldungen gibt. Das zeigt eine Auswertung der angemeldeten Patente in verschiedenen Ländern. Zwar war Japan sowohl hinsichtlich der Anzahl der Wissenschaftler wie auch der Patente in Relation zur Einwohnerzahl Spitzenreiter, doch ging dahinter die Reihenfolge gehörig durcheinander:

          Beschäftigten etwa die Vereinigten Staaten 4650 Forscher auf eine Million Einwohner, waren es in Deutschland nur 3950. Trotzdem meldete Deutschland auf eine Million Einwohner gerechnet mehr als hundert Patente mehr an als die Amerikaner. Auch Frankreich schaffte mehr Patentanmeldungen als das Vereinigte Königreich - trotz einer geringeren Forscherdichte.

          Die Diskrepanz deute darauf hin, dass vor allem die Wirtschaft entscheidend sei für die Zahl der Patente, nicht so sehr die eigentliche Forschung, folgern die Analytiker von Statista. Zudem fielen derzeit diejenigen Nationen mit vielen Patentanmeldungen auf, die stark im Smartphone- und Computermarkt aktiv sind. Dort würden derzeit sehr viele Patente angemeldet.

          Augenfällig ist auch die geringe Zahl der Forscher je eine Million Einwohner in China.  Obwohl die Wissenschaftlerdichte dort unter 1000 lag, brachten die Chinesen 2011 immerhin noch 309 Patentanmeldungen auf den Weg - fast so viele wie das Vereinigte Königreich mit mehr als viermal so vielen Forschern. Woher diese ungewöhnlich hohe Kreativität der Chinesen kommen mag, ist in der Statistik jedoch nicht überliefert.

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