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Bezahlen im Internet : Bitcoins sind als Zahlungsmittel bedeutungslos

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Bild: © FAZ.NET/Statista - Lizenz: CC BY-ND 3.0

Furore in den Medien machte im vergangenen Jahr die virtuelle Alternativwährung Bitcoin. Ihre faktische Bedeutung als Zahlungsmittel aber ist gering.

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          Die Alternativwährung Bitcoins machte in den vergangenen Monate Furore. Ihr Kurs stieg in atemberaubender Geschwindigkeit um das Tausendfache von 12 bis 13 Dollar zu Beginn des vergangenen Jahres bis auf mehr als 1200 Dollar Ende November.

          Immer wieder wurde der Kursanstieg dadurch befeuert, dass der ein oder andere On- oder Offline-Händler vermeldete, nun auch Bitcoins als Zahlungsmittel zu akzeptieren.

          Die Grafik von Statista macht indes deutlich, wie verschwindend gering die Nutzung von Bitcoins als Zahlungsmittel im Vergleich zu anderen Zahlungsnetzwerken ist. Sie beträgt gerade mal ein Zehntel der durch Western Union abgewickelten Transaktionen und noch nicht einmal ein Prozent der Paypal-Transaktionen.

          Zudem weist Statista darauf hin, dass der durchschnittliche Wert pro Bitcoin-Transaktion rund 2000 Dollar beträgt, während es bei den anderen Diensten 50 (PayPal) bis 340 Dollar (Western Union) sind. Das legt den Schluss nahe, dass die Mehrzahl der Bitcoin-Transaktionen gar nicht zur Bezahlung von Gütern oder Dienstleistungen erfolgt, sondern  Spekulationszwecken dient.

          Insofern erscheinen die Warnungen verschiedener Finanzbehörden vor der virtuellen Währung nicht abwegig.

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