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Schlecker : Logisches Ende

Die Schlecker-Filialen werden geschlossen, die Mitarbeiter stehen auf der Straße. Eine bittere Nachricht für die Beschäftigten. Aber es gibt auch ein gutes Fazit aus dem Ende der Drogeriekette.

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          Jetzt ist das Ende von Schlecker besiegelt. In den nächsten Wochen wird verkauft, was noch verkäuflich ist, dann werden die Filialen geschlossen, die Mitarbeiter stehen auf der Straße.

          Das ist eine bittere Nachricht für die Beschäftigten, und auch in manch entlegenem Ort werden Menschen traurig sein, dass ihnen eine Einkaufsmöglichkeit fehlen wird. Nichts anderes passiert, wenn hier eine Bäckerei schließt und dort ein Tante-Emma-Laden, weil das Sortiment nicht stimmte, das Geschäft zu schmuddelig oder die Mitarbeiter zu unfreundlich waren.

          Marktwirtschaft funktioniert

          Und das ist die gute Nachricht: das Ende von Schlecker zeigt, dass Marktwirtschaft funktioniert. Man muss nur in einer einzigen dieser düsteren, engen Drogeriefilialen gewesen sein, um zu wissen, warum Schlecker nicht überlebensfähig war: weil niemand dort gern einkaufen geht. Und billiger als anderswo waren Duschgel, Windeln und Hustenbonbons bei Schlecker auch schon längst nicht mehr.

          So überkommen war das Schlecker-Konzept, dass es sich auch nicht lohnt, ein bisschen daran herumzureparieren. Alles müsste neu erdacht werden: die Läden, das Sortiment, die Werbung – und eigentlich sogar der Name. So gesehen ist es kein Wunder, dass sich kein Investor gefunden hat, sondern einfach nur logisch.

          Susanne Preuß

          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

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