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Schienenverkehr : Durchbruch bei Bahn-Tarifverhandlungen

  • Aktualisiert am

Bei der Bahn soll bis zum Jahr 2010 weitgehend auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet werden. Im Gegenzug sollen die Arbeitskosten durch verlängerte Arbeitszeiten gesenkt werden.

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          Bei ihren Tarifverhandlungen haben die Deutsche Bahn und die Gewerkschaften Transnet und GDBA am Mittwoch abend einen Durchbruch erzielt. Betriebsbedingte Kündigungen sollen danach für die Masse der Beschäftigten bis 2010 ausgeschlossen sein.

          „Wir haben uns in zentralen Punkten geeinigt", erklärte Bahnchef Hartmut Mehdorn nach dem Treffen mit Transnet-Chef Norbert Hansen und GDBA-Chef Klaus-Dieter Hommel. Auch Transnet sprach von einer Verständigung auf Eckpunkte, die als Durchbruch zu werten sei.

          Kündigungsverzicht gegen längere Arbeitszeiten

          Betriebsbedingte Kündigungen sind danach bei der Deutschen Bahn bis 2010 ausgeschlossen, sofern die Beschäftigten länger als fünf Jahre im Konzern sind. Im Gegenzug sollen die Arbeitskosten bei der Bahn um 5,5 Prozent sinken, was durch eine Verlängerung der Arbeitszeiten erreicht werden soll. Davon sollen alle Beschäftigten im Konzern, also auch von Tochtergesellschaften wie Auskunft und Reinigung, betroffen sein.

          Zudem soll es eine Mitarbeiterbeteiligung am Bahn-Gewinn ab kommendem Jahr geben. Aus- und Fortbildung sollen ebenfalls in dem Vertrag geregelt werden, dessen letzte Details Mitte Dezember verhandelt werden sollten.

          „Mehr ist wirtschaftlich nicht vertretbar", sagte Mehdorn. Das bisherige Beschäftigungsbündnis wäre Ende des Jahres ausgelaufen. Der neue Vertrag wird für etwa 140.000 Beschäftigte der Bahn gelten. Verhandelt werden muß noch mit der kleineren Gewerkschaft der Lokführer (GDL), die die Tarifgemeinschaft mit GDBA und Transnet aufgekündigt hatte. Mit ihr soll nun eine ähnliche Lösung separat verhandelt werden.

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