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Schiefergas-Förderung : Altmaier gibt Fracking in Deutschland kaum Chancen

  • Aktualisiert am

„Ich sehe auf absehbare Zeit nicht, dass irgendwo in Deutschland Fracking zur Anwendung kommen kann“: Peter Altmaier Bild: dapd

Umweltschützer würden „Fracking“ am liebsten verbieten. So weit will Umweltminister Altmaier nicht gehen. Doch er will strikte Auflagen.

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          Bundesumweltminister Peter Altmaier gibt der umstrittenen Förderung von Schiefergas in Deutschland in den kommenden Jahren keine Chance. Mit neuen Regelungen für das sogenannte Fracking solle der Einsatz erschwert werden. „Die Botschaft ist, wir wollen einschränken, wir wollen es nicht ermöglichen“, sagte der CDU-Politiker am Montag im Deutschlandfunk. „Im Übrigen sehe ich auf absehbare Zeit nicht, dass irgendwo in Deutschland Fracking zur Anwendung kommen kann.“ Er empfehle auch dringend allen Beteiligten, in der nächsten Zeit keine Anträge zu stellen, sagte Altmaier mit Blick auf Tests mit dem Verfahren, die in Deutschland bereits begonnen worden.

          Bisher existieren keine klaren Regelungen, die auf Fracking zugeschnitten sind. Das Bergrecht gibt ihm aber großen Spielraum. Während Umweltschützer es generell verbieten wollen, wollen Union und FDP es mit einem neuen Gesetz unter strikten Auflagen regeln, aber nicht ausschließen.

          Mit Auflagen soll Unterstützung von rot-grünen Ländern gewonnen werden

          Eine Arbeitsgruppe „Fracking“ hat sich auf Eckpunkte geeinigt und fordert die Regierung in einem Brief an Wirtschafts- und Umweltministerium zu Gesetzesvorschlägen auf. Die Punkte sehen eine Umweltverträglichkeitsprüfung sowie einen umfassenden Schutz von Grund- und Trinkwasser vor. Mit den Auflagen soll auch die Unterstützung von rot-grün regieren Ländern gewonnen werden, damit das Vorhaben den Bundesrat passieren kann. Den Grünen gehen diese aber nicht weit genug.

          Fracking hat in den Vereinigten Staaten zu einem Gasboom mit einem Preisverfall geführt, der den Standort vor allem für energieintensive Betriebe weltweit interessant macht. Der Chemiekonzern BASF will selbst in die Förderung einsteigen und dies auch in Deutschland testen. Es ist vor allem aber wegen Gefahren für das Grundwasser umstritten: Beim Fracking werden Wasser und Sand mit Chemikalien vermischt und dann unter hohem Druck in Schiefergestein gepresst, um dieses aufzubrechen und unerschlossene Reserven freizusetzen.

          Heimische Erdgas-Vorräte decken in Deutschland derzeit etwa 14 Prozent des Verbrauchs, allerdings mit stark sinkender Tendenz.

          Öl und Gas für die Fracking-Methode

          In Amerika sind die Unternehmen bislang nicht einmal verpflichtet, alle Chemikalien offen zu legen, die beim Fracking eingesetzt werden. In Deutschland hat unter anderem das Umweltbundesamt auf Risiken hingewiesen. Der Widerstand von Bürgerinitiativen und in den Wahlkreisen ist groß. Bereits die Speicherung von Kohlendioxid in ehemaligen Gas-Lagerstätten war an Protesten gescheitert.

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