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Schiedsgericht-Urteil : Tiffany muss Swatch hunderte Millionen Schadenersatz zahlen

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Ein „Tiffany“-Shop in Zürich: Der 2011 geplatzte Deal mit Swatch kommt den Amerikanern teuer zu stehen Bild: REUTERS

Tiffany ist „geschockt und tief enttäuscht“, hat eine Gewinnwarnung ausgegeben: Der amerikanische Juwelier-Konzern muss dem Schweizer Uhrenhersteller Swatch 402 Millionen Franken Schadenersatz zahlen.

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          Der Juwelier Tiffany muss dem Schweizer Uhrenhersteller Swatch nach einer geplatzten Allianz beider Unternehmen 402 Millionen Franken (328 Millionen Euro) Schadenersatz zahlen. Swatch teilte am Sonntagabend mit, das niederländische Schiedsgericht NAI habe in letzter Instanz entsprechend geurteilt. Tiffany zeigte sich „geschockt und tief enttäuscht“ von dem Spruch und gab eine Gewinnwarnung aus. Der amerikanische Juwelier-Konzern werde nun 295 bis 305 Millionen Dollar zurückstellen müssen und kappe daher seine Jahresprognose für den Gewinn je Aktie auf 2,30 bis 2,35 Dollar nach bislang 3,65 bis 3,75 Dollar.

          Swatch und Tiffany hatten 2008 eine Vereinbarung zur Entwicklung von Uhren unter der Marke Tiffany geschlossen. Der weltgrößte Uhrenhersteller brach die Zusammenarbeit aber 2011 ab und beschuldigte Tiffany, die Entwicklung des Projekts verzögert beziehungsweise blockiert zu haben. Zudem verklagte Swatch Tiffany. Swatch zufolge wurde eine Gegenklage Tiffanys abgewiesen.

          Teures, gescheitertes Geschäft: Swatch-Chef Nick Hayek junior und Tiffany-CEO Michael Kowalski am 5. Dezember 2007

          Tiffany erklärte am Sonntagabend, der Konzern werde nun prüfen, welche rechtlichen Möglichkeiten er in der Sache noch habe. Die kurz- oder langfristigen Geschäftspläne seien durch das Urteil aber nicht betroffen.

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