https://www.faz.net/-gqe-8o3yf

Musikindustrie : Schallplatte überrundet Downloads

Die neuen Zahlen sind Beleg dafür, dass das Geschäft mit dem Vinyl-Tonträger blüht. Bild: Reuters

Die Nachricht klingt verblüffend: Der älteste aller Tonträger ist nicht tot zu kriegen - und sorgt in Großbritannien jetzt für erstaunliche Umsatzrelationen.

          1 Min.

          Die Musikindustrie verdient mehr Geld mit Schallplatten als mit Musikdownloads. Das jedenfalls zeigen Marktzahlen aus Großbritannien. Demnach gaben die Musikfans auf der Insel in der vergangenen Woche 2,4 Millionen Pfund für Schallplatten aus, aber lediglich 2,1 Millionen Pfund für digitale Downloads. Das sei ein Novum, teilte der Branchenverband Entertainment Retailers Association (ERA) mit.

          Marcus Theurer
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die neuen Zahlen sind Beleg dafür, dass das Geschäft mit dem Vinyl-Tonträger blüht. In Deutschland sind die Umsätze mit der Schallplatte in den ersten neun Monaten des Jahres ebenfalls um die Hälfte gewachsen - auch wenn sie am gesamten Tonträgermarkt weiterhin nur einen Anteil von rund 4 Prozent ausmachen. Vor allem als Weihnachtsgeschenk sind die schwarzen Scheiben beliebt.

          Die Umsätze mit Musik-Downloads schrumpfen dagegen in vielen Märkten stark, weil immer mehr Kunden stattdessen digitale Musikabonnements bei Streaming-Diensten wie Spotify und Deezer abschließen. Diese sind damit der wichtigste Hoffnungsträger der globalen Musikindustrie, die nach langem Umsatzschwund auf eine Wende hofft. 2015 ist der Welttonträgermarkt erstmals seit fast zwei Jahrzehnten wieder gewachsen - und ein kleines bisschen hat dazu auch die Schallplatte beigetragen.

          Berlin : Bewusster Musikgenuss: Schallplatte hören im Kino

          Weitere Themen

          Nur ein bisschen links

          Parteitag der Grünen : Nur ein bisschen links

          48 Prozent Spitzensteuersatz und 12 Euro Mindestlohn: In der Welt der Grünen sind das schon gemäßigte Forderungen. Auf dem Parteitag setzten sich diese durch. Die Unterstützung zumindest eines Spitzenmanagers hat die Partei.

          Topmeldungen

          Das Spitzenduo der Grünen: Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und Robert Habeck.

          Parteitag der Grünen : Nur ein bisschen links

          48 Prozent Spitzensteuersatz und 12 Euro Mindestlohn: In der Welt der Grünen sind das schon gemäßigte Forderungen. Auf dem Parteitag setzten sich diese durch. Die Unterstützung zumindest eines Spitzenmanagers hat die Partei.
          Der Sitz der amerikanischen Zentralbank in Washington

          Hohe Teuerungsraten : Die Rückkehr der Inflation

          In Amerika sind die Preise um 5 Prozent gestiegen. In Deutschland dürfte die Inflationsrate bald 4 Prozent erreichen. Was sagt die Wirtschaftstheorie dazu?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.