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Dezentrale Datenspeicherung : SAP und Deutsche Telekom arbeiten an Corona-App

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Die Bundesregierung hat eine Kehrtwende vollzogen und setzt für die Corona-App nun auf eine dezentrale Datenspeicherung. Bild: dpa

Eigentlich sollte eine deutsche Corona-App schon Mitte April auf den Markt kommen, doch Querelen um die Art der Datenspeicherung verzögerten die Entwicklung. Jetzt arbeiten auch SAP und die Deutsche Telekom daran mit.

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          Die geplante Corona-App für den Kampf gegen die Ausbreitung von Infektionen soll nach Angaben der Bundesregierung von der Telekom und SAP entwickelt und zur Marktreife gebracht werden. Grundlage soll eine „dezentrale Softwarearchitektur“ sein, wie die Ministerien für Gesundheit, für Inneres und das Kanzleramt am Dienstag mitteilten. Kernaufgabe der App sei, dass Bürger nach einem Kontakt mit einem Corona-Infizierten schnellstmöglich darüber informiert werden. Hierdurch werde eine zeitnahe Isolation der Betroffenen ermöglicht, Infektionsketten würden unterbrochen.

          Nach der Fertigstellung durch die Telekom und SAP soll die Corona-App durch das Robert-Koch-Institut herausgegeben werden. In einer zweiten Stufe sei dann auch geplant, einen Forschungsserver einzurichten, der auf Basis freiwilliger Datenspenden der Nutzer pseudonymisierte Daten zur qualitätssichernden Analyse der Corona-App nutzen kann.

          „Ja, wir sind zusammen mit der Telekom an Bord“, sagte ein SAP-Sprecher am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Telekom teilte mit, von der Bundesregierung gefragt worden zu sein, das Projekt zur Entwicklung einer App zur Kontaktnachverfolgung von Corona-Infizierten zu unterstützen.

          Ursprünglich wollte die Bundesregierung eine solche Anwendung bereits Mitte April auf den Markt bringen - zeitgleich mit den ersten Lockerungen bei den Kontaktsperren. Ein Streit über die Art und Weise der Speicherung, der letztlich die Abkehr vom zunächst favorisierten zentralen Ansatz zur Folge hatte, sowie Unklarheiten bei den Zuständigkeiten führten jedoch zu Verzögerungen. Nun wird es laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn weitere Wochen dauern.

          Während das bisher favorisierte Pepp-PT-Projekt in Deutschland eine zentrale Lösung verfolgt, also einen Abgleich der Daten über einen zentral verwalteten Server, gewann zuletzt das dezentrale Projekt DP-3T Anhänger. Dabei sollen die Daten auf den Smartphones selbst gespeichert werden. Nach der Entscheidung für eine dezentrale Organisation der App zur Verfolgung der Ansteckungswege hofft die Bundesregierung auf eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung.

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