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Sanierungsfall Arcandor : Helfer vonnöten

  • -Aktualisiert am

Bild: reuters

Arcandor braucht Geld - viel Geld. Doch allein mit den Banken wird es nicht gehen. Denn der angeschlagene Konzern braucht viel mehr Unterstützung, will er überleben. Und auch durch die Ausgliederung seiner Luxuskaufhäuser wird dem Unternehmen nicht der große Wurf gelingen.

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          Allein mit den Banken wird es nicht gehen. Der angeschlagene Arcandor-Konzern braucht viel mehr Unterstützung, will er überleben. Die wird möglicherweise aus öffentlichen Töpfen kommen, und auch die Vermieter, Lieferanten und Aktionäre werden mit Opfern dabei sein müssen. Denn Arcandor braucht Geld, viel Geld. Sonst kann der Vorstandsvorsitzende Karl-Gerhard Eick sein Sanierungskonzept erst gar nicht umsetzen. Aber werden alle mitziehen? Und werden die Konzepte wirklich tragen? Zweifel sind angebracht.

          Speziell im Warenhausgeschäft klingen die geplante Ausgliederung von neun Karstadt-Filialen, die Trennung von den drei Luxuskaufhäusern und die Konzentration ausgerechnet auf das besonders schwierige Konsumfeld der Mitte nicht wie ein großer Wurf. Ehe er auf bisher keinesfalls sichere Zugeständnisse seitens der Politik, der Geschäftspartner oder Gesellschafter setzt und wertvolle Zeit verliert, sollte Eick die Fühler auch in Richtung Düsseldorf ausstrecken. Womöglich sitzt dort der geeignete Helfer. Er werde sich einem Gespräch grundsätzlich nicht verweigern, hat Metro-Chef Eckhard Cordes kürzlich in der F.A.Z. Signale hinsichtlich einer gemeinsamen Lösung für Karstadt und Kaufhof gesendet.

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