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Neue Regeln für Sanierungen : Was Wohnungseigentümer jetzt wissen müssen

  • -Aktualisiert am

Wohngebiet in München, Schwabing Bild: Picture-Alliance

Die große Koalition einigt sich auf neue Regeln für Sanierungen von Eigentumswohnungen. Es geht um Ladesäulen für Elektroautos, Fahrstühle und Balkone – und um viel Geld.

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          In Mehrfamilienhäusern mit Eigentumswohnungen schleppen sich größere Umbauten häufig über Jahre hin, weil sich die Beteiligten nicht darüber einig werden, welche Maßnahmen sinnvoll sind und wie viel sie kosten dürfen. Das will die große Koalition jetzt ändern, mit einer Reform des Wohnungseigentumsgesetzes, auf die sich die Verhandler von CDU/CSU und SPD am Montagabend geeinigt haben. Demnach kann künftig ein einzelner Wohnungseigentümer etwa den Einbau einer Ladesäule für Elektroautos, einen barrierefreien Zugang, Einbruchschutz oder einen Glasfaseranschluss von den anderen Eigentümern verlangen, wenn er die Kosten dafür selbst trägt. Auf diese Weise sollen Modernisierungen vorangetrieben werden, ohne finanzschwächere Eigentümer zu überfordern.

          Julia Löhr

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Das derzeit geltende Wohnungseigentumsgesetz stammt in großen Teilen aus dem Jahr 1951 und gilt deshalb als reformbedürftig. Es betrifft Branchenangaben zufolge aktuell rund 10 Millionen Wohnungen in Deutschland, rund ein Viertel des Gesamtbestands. Hintergrund der Reform ist unter anderem der Klimaschutz. Die Politik kritisiert schon seit längerem, dass es mit Blick auf energetische Gebäudesanierungen oder den Einbau von Ladesäulen einen erheblichen Nachholbedarf gebe. Besonders in Immobilien mit vielen Eigentümern scheitern solche Projekte oft am Widerstand Einzelner.

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